Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten
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In diesem Buch präsentiert sich die erfahrene Dortmunder Autorinnengruppe Undpunkt mit kleinen gemeinen und bitterbösen Geschichten.
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Christoph Lode: Das Vermächtnis der Seherin
Jetzt bestellen bei amazon.de! Rouen im Jahr 1256: Das Judenviertel wird angegriffen, die sechsjährige Rahel muss miterleben, wie aufgebrachte Christen ihre Nachbarn erschlagen. Die Mutter schickt Gehilfin Mirjam mit dem Mädchen fort, sie sollen sich bei den Gauklern verstecken. In zwei Wochen will sie die Tochter abholen. Dieses Versprechen wird sie jedoch nie halten.

Vierzehn Jahre später: Rahel trifft mit ihrer kleinen Gauklerschar in Bourges ein. Dort werden sie von einem Kreuzritter angeheuert, um auf seinem Fest zu spielen. Doch Unheil kündigt sich an: Am nächsten Tag hetzt ein bleicher Mönch die Einwohner gegen die Juden auf; Rahel und ihre Freunde entkommen auf dem Markt nur knapp einem geheimnisvollen Verfolger und auf dem Fest wird Rahel von zwei Waffenknechten angegriffen. Als in der Nacht ihr Lager überfallen wird, flieht Rahel in die Dunkelheit. Sie läuft direkt den Waffenknechten in die Arme, wird aber von dem geheimnisvollen Verfolger gerettet. Dieser bringt sie zu der Jüdin Madora, die Rahels Mutter gekannt hat. Sie offenbart Rahel, dass ihre Mutter die Hohe Hüterin des Bundes von En Dor war, und Madora deren Schülerin. Der Bund ist zweitausend Jahre alt und hütet ein großes Geheimnis: Den Schrein von En Dor, der seinem Besitzer göttliche Macht verleiht. Jetzt ist der Oberste Siegelbewahrer des Königs, Guillaume de Rampillon, hinter dem Schrein her. Und wenn er erfährt, dass nur Rahel den Vers kennt, der das Versteck des Schreins verrät, wird ihr Leben in Gefahr sein.

Nachdem Christoph Lodes erster Roman „Der Gesandte des Papstes“ (ebenfalls hier besprochen: http://www.schreib-lust.de/leselust/rezension.php?id=514) eher ein Abenteuerroman für große Jungs war, wie der Autor zugibt, ist sein zweites Werk reifer. Das Thema weist gewisse Ähnlichkeiten auf – ein Artefakt mit magischen Kräften und verschiedene Gruppen, die sich seiner bemächtigen wollen. Der historische Hintergrund – Judenverfolgung und Pogrom - ist jedoch komplexer. Der Autor hat sich intensiv mit der Kabbala, der mystischen Tradition des Judentums, beschäftigt und ein spannendes Rätsel entworfen. Die interessanten Details treten jedoch nie vor die Handlung und die Figurenentwicklung.
Rahel ist eine starke Frau, die sich nichts gefallen lässt, aber auch verletzliche Seiten hat. Die Nebenfiguren sind ausgefeilt und lebendig. Niemand ist nur gut oder nur böse, dadurch gewinnen die Figuren an Glaubwürdigkeit und Lebendigkeit, ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, aber niemals kitschig oder aufgesetzt daher.
Wer historische Abenteuerromane mit einem Hauch Phantastik mag, wird spannende Lesestunden erleben.

Christoph Lode: Das Vermächtnis der Seherin.
Page & Turner, Dez. 2008.
445 Seiten. Hardcover, 19,95 Euro.

Susanne Ruitenberg

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