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B.H. Fingerman: Blutraub
Jetzt bestellen bei amazon.de! Philip Mermans Leben ist eine einzige Tragödie. Na gut, Leben ... der Satz an sich ist schon eine Farce. Denn Philip Merman ist ... ja, sprechen Sie es ruhig aus ... ein Vampir! Für die Ewigkeit dazu bestimmt die Hälse der New Yorker Penner, Kokser und Kleinganoven auszusaugen, seine Nächte im Dreck und mit seiner unheimlich langweiligen Arbeit zu verbringen. Bei einem nächtlichen Streifzug durch eine Diskothek der verachtungswürdigen Menschen trifft der Einzelgänger auf einen weiteren Vampir. Eddie zeigt Philip die Welt der Schönen und Reichen, der Blutsauger und ihrer Opfer. Philip begibt sich – vorerst mit Widerwillen – auf dünnes Eis und gerät in den Sog einer Parallelgesellschaft, deren Türen ihm allzu offen stehen.

Der Roman wartet mit überraschend wenig Handlung auf und braucht lange, bis er einigermaßen in Schwung gerät. Philip Merman setzt sich intensiv mit seinen Mitmenschen auseinander, beobachtet diese mit genauem Blick und beschreibt und wertet oft abfällig.
Viele der Handlungsabläufe wiederholen sich, so wird beispielsweise oft beschrieben wie Philip seiner monotonen Arbeit nachgeht und immer wieder ähnliche Bilder von Verstümmelungen, Autounfällen und Selbstmorden einscannen muss, da nur er in seiner Firma dazu die nötige emotionale Distanz mitbringt. Interessant wird diese oft dargestellte Arbeit lediglich an dem Punkt, als er eines seiner eigenen Opfer wieder erkennt. Nicht nur diese Situation gibt Anlass, gedanklich in die Vergangenheit, in das Jahr 1974, abzuschweifen. Dass hier ein Zeitsprung von fast dreißig Jahren stattfindet, merkt man selten. Wären die in der Vergangenheit angesiedelten Szenen ebenfalls mit dem Jahr 2001 überschrieben, würde das wohl niemanden stören.

»Blutraub« beschäftigt sich – und darin liegt die Stärke dieses Werks – mit den ungewöhnlichen, selten bearbeiteten Fragen von Vampirismus. Haben Vampire einen Glauben? Gibt es Vampire mit körperlichen Beeinträchtigungen? Werden auch Vampire von psychischen Problemen geplagt? Diese Fragen nimmt der amerikanische Autor als Anlass, die dunkle, dreckige Seite des Vampirlebens zu betrachten: Die Not, nur nachts in der Dunkelheit zu leben, den Mangel sozialer Kontakte und die Probleme, die sich bei einer Jobsuche ergeben, wenn man tagsüber keine Vorstellungsgespräche abmachen kann. Als Leser aktueller Vampirliteratur wird man dadurch hier vermutlich nur wenige vertraute Elemente finden. Spannung ist eher Mangelware, lediglich das Ende steht in einem brillanten Kontrast zum eintönigen Rest.

Ein ungewöhnliches Buch, das leider zu sehr in eine Richtung arbeitet, die im aktuellen Geschehen der Vampirbücher bei Fans von Stephenie Meyer, Lara Adrian und ähnlichen Autoren nur wenig Anklang finden wird.

B.H. Fingerman: Blutraub.
Piper, Mai 2009.
332 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Janine Gimbel

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