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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Aileen P. Roberts: Thondras Kinder 01. Die Zeit der Sieben
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ariac wächst in der großen, weiten Steppe auf. Doch mit zwölf Jahren begegnet er den Suchern von Camasann, die versuchen, die sieben Kinder Thondras, des Kriegsgottes, ausfindig zu machen. Wenn diese Kinder wiedergeboren werden, soll für die Menschen ein neues, glorreiches Zeitalter anbrechen. Ariac wehrt sich jedoch gegen diese Bestimmung, die ihn für mindestens fünf Jahre von seiner Familie trennen wird – bis zu dem Tag seines 17. Geburtstages, an dem sich herausstellen wird, ob er zu den sieben Auserwählten jungen Menschen in der Erbfolge Throndas zählt. Nur widerwillig folgt Ariac dem Trupp nach Camasann. Bevor die gefundenen Kinder dort ankommen, wird der von fünf Kriegern bewachte Planwagen überfallen und feindliche Männer beanspruchen die Kinder für sich. Für Ariac beginnt eine schwere Zeit in der Festung von Naravaack, den Konkurrenten der Zauberer von Camasann, die ebenfalls darauf pochen, die Sieben für sich zu gewinnen.
Nur das Mädchen Rijana, mit dem sich Ariac auf der kurzen Reise angefreundet hatte, kann dem Hinterhalt entkommen und setzt alles daran, ihren Freund zu retten, während die Prophezeiung der Sieben alle Beteiligten in einem unentrinnbaren Netz miteinander verbindet.

Zu Beginn des Romans glaubt man noch, einen Titel aus dem Bereich der Jugendfantasy in der Hand zu halten, wird doch vorerst das Aufwachsen der Kinder, ihre ersten Erfahrungen auf Camasann und Naravaack, beschrieben. Der Großteil des Textes befasst sich allerdings mit ihrem Leben als junge Erwachsene, die in die ihnen vom Schicksal zugedachten Rollen wachsen. Den Grundstein der Geschichte bildet die Legende um den Kriegsgott Thondra, dessen Kinder sich stets durch Gewandtheit im Kampf auszeichneten. In regelmäßigen Abständen werden die Kinder Thondras wiedergeboren, um sich in einer Schlacht für die Menschheit einzusetzen. Bereits im Kindesalter fallen die Träger dieses Erbes auf, und sowohl König Scurr als auch die Zauberer von Camasann haben es sich seit Jahrhunderten zur Aufgabe gemacht, durch die Lande zu ziehen, um Kinder, bei denen sie glauben, das Erbe ihnen zu sehen, für ihr Training zu rekrutieren. Denn wer die sieben Kinder Thondras vereinen kann, wird ungeahnte Macht auf seiner Seite haben.
In der neuen Generation, deren Angehörige unter anderem Ariac und Rijana sind, wird dieser Wettlauf um die Erben auf die Spitze getrieben. Denn König Scurrs Kriegern gelingt es, einen der Sieben auf seine Seite zu bringen, und somit die junge Freundschaft zwischen Rijana und Ariac auf eine harte Probe zu stellen. Der Autorin schafft durch diese Idee einen überzeugenden Schachzug, mit dem sie ihre Leser an den Stoff fesselt. Die Idee mag zugegeben nicht neu sein, überzeugt in diesem Gewand jedoch.
Schön eingebunden sind vor allem auch die Vielzahl von fantastischen Figuren, seien es nun die fast schon obligatorischen Orks und Zwerge, Wassergeister und Elfen, oder die unterschiedlichen Menschenvölker, von denen Ariacs Verwandtschaft in der Steppe noch mit eines der interessanten ist.

In der Zeit, die Ariac und Rijana im späteren Verlauf bei den Steppenclans verbringen, wird die Handlung zu sehr auf diese beiden zentriert, die anderen geraten vollkommen in den Hintergrund. So erfährt man beispielsweise nur ein zwei, drei Absätzen, wie es in dem schätzungsweise ein Jahr umspannenden Zeitraum den anderen fünf der Sieben und König Scurr ergeht. Ähnliche Schwächen fallen an weiteren Stellen des Romans auf; wenn man den Zeitraffer zu Beginn auch noch als förderlich für die Entwicklung der Handlung verstehen mag. Denn hier werden die langen Jahre des Wartens auf das Aufwachsen der Kinder, die erst nach ihrem 17. Geburtstag mit Hilfe der heiligen Schwerter getestet werden können, überbrückt. Später fallen diesen Kürzungen allerdings auch interessante Szenen, deren nähere Betrachtung sicher dem Thema dienlich gewesen wäre, zum Opfer.

Neben dem eigentlichen Text befinden sich im Buch außerdem eine Karte der Schauplätze und eine Tabelle der in der Vergangenheit liegenden Schlachten, jeweils differenziert in die der siegreichen und verlorenen. Die Figurenzusammenstellung bleibt noch übersichtlich, so dass ein Namensregister nicht unbedingt notwendig, jedoch sicher eine Bereichung gewesen wäre.

Zur Fortsetzung der Trilogie wird es voraussichtlich im Dezember 2009 mit dem Band »Thondras Kinder 02. Am Ende der Zeit.« kommen. Für diese Weiterführung wird am Ende von »Die Zeit der Sieben« ein Vorhaben der Sieben und ihrer Helfer gesetzt, das ausreichend Stoff für den neuen Roman bieten sollte. Die Handlung des vorliegenden Teils ist deshalb nicht in sich abgeschlossen und öffnet sich zum Ende hin.

Der Beginn einer viel versprechenden Trilogie, die vor allem durch den Mythos, auf dem sie aufbaut, überzeugt. Diese Geschichte bietet eine breite Vielfalt an Aspekten, so dass für jeden Geschmack eines Fantasy-Lesers etwas dabei sein sollte.

Aileen P. Roberts: Thondras Kinder 01. Die Zeit der Sieben.
Goldmann, Mai 2009.
608 Seiten, Taschenbuch, 12,00 Euro.

Janine Gimbel

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