Der Tod aus der Teekiste
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Anthony McGowan: Der Tag, an dem ich starb
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ein billiges Messer mit einer schiefen Klinge. Das wird Pauls Verhängnis. Der Schulhof ist der Ort, an dem sich die Tragödie, die das Leben eines Schülers beenden soll, abspielt. Im Angesicht des immer näher kommenden Messers lässt Paul die Ereignisse der letzten Wochen Revue passieren. Er beschreibt mit eigenen Worten die Erfahrungen, die er in der Schule und nach den Unterrichtsstunden gesammelt hat. Erzählt von Roth, dem Jungen, der viele seiner Mitschüler terrorisiert und mit den Gleichaltrigen aus seiner Gang schikaniert. Besonders auf Paul haben sie es abgesehen, so dass er keine ruhige Minute hat, wenn Roth in der Nähe ist. Dann bemüht sich dieser plötzlich um Pauls Vertrauen und steckt ihm ein Messer zu ...

Eindrucksvoll fängt der Autor hier das Bild einer Schule in Worten ein, an der Terror und Gewalt den Alltag prägen – sicher keine Einzelerscheinung oder gar ein amerikanisches Phänomen. Auch an deutschen Schulen herrscht oft ein ruppiger Umgangston, die Lehrer bleiben – wie auch in diesem Buch – machtlos. Besonders bei ebendiesen Lehrern gelingt Anthony McGowan in »Der Tag, an dem ich starb« eine sehr gute Bearbeitung des Konfliktes. Sie werden zu Zuschauern degradiert, die einerseits die zwischen den Schülern vorherrschenden Streits und Unterdrückungen nicht wahrnehmen, andererseits, im Falle sie sich denn um die Kinder kümmern, auf eine Mauer des Schweigens treffen. Keines der Kinder würde verraten, dass es von Roth drangsaliert wird, aus Angst, dann noch weitere Schläge einstecken zu müssen und die Situation gar zu verschlimmern.

Paul ist in diesem Kontext ein Junge, der noch nicht recht weiß, was das Leben für ihn bereithält. Echte Freunde hat er in der Schule keine. Dadurch wird er einerseits zur perfekten Zielscheibe für Roths Bande, da sie keine Angst zu haben brauchen, dass sich jemand für Paul einsetzen könnte. Auf der anderen Seite wird Paul empfänglich für jede Form von positiver Aufmerksamkeit, die ihm Roth zukommen lässt, als er Paul für eine Schlägerei gewinnen möchte. All diese Dinge werden im Buch eindringlich und direkt mit Pauls Worten beschrieben. Ausgangspunkt des Ganzen ist das Messer, das Messer, mit dem Paul sein Leben verlor. In dem Augenblick, als dieses Messer immer näher kommt, nur noch wenige Zentimeter entfernt ist, lässt Paul die letzten Wochen Revue passieren. Der eigentliche Text wird dadurch immer wieder von kleinen Kapiteln unterbrochen, die sich mit dem Messer und seinem Vorankommen beschäftigen. Hier lässt sich einer der wenigen Spannungsbögen, die das Buch hat, erkennen. Denn sonst fällt zwar die direkte Sprache und hervorragende Behandlung der Konflikte auf, die Spannung gerät dabei allerdings des Öfteren ins Hintertreffen.

Zurück bleibt ein Buch, dass für Schüler und Lehrer geeignet ist – im Hintergrund durchaus auch für Eltern. Durch die geringe Seitenzahl und die Thematik eignet es sich ebenfalls als Schullektüre, die für ganze Klassen bereichernd sein kann. Denn die behandelten Themen prägen das Leben vieler Schüler und geben in ihrer Ausformulierung innerhalb dieses Romans Stoff zur Diskussion über Gewalt und Angst an Schulen; Diskussionen, von den beiden Seiten – Schüler und Lehrer – profitieren können, um den Schulalltag stressfreier zu gestalten. Das Buch eignet sich in diesem Kontext für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse.

Anthony McGowan: Der Tag, an dem ich starb.
Ravensburger Buchverlag, Mai 2009.
256 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Janine Gimbel

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