'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Willa Cather: Unter den Hügeln die kommende Zeit (1913)
Jetzt bestellen bei amazon.de! John Bergson, ein schwedischer Immigrant, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, den wilden Westen – genauer Nebraska – mit vielen gleich gesinnten Pionieren zu besiedeln und sich die Natur untertan zu machen, liegt im Sterben. Es fällt ihm nicht schwer, statt einen seiner Söhne auszuwählen, seine Tochter Alexandra darum zu bitten, sich um den Hof zu kümmern, das weiterzuführen, was er begonnen hat. Im Gegensatz zu den zwar starken aber unbedachten älteren Söhnen Lou und Oscar erscheint der jüngste, Emil ein wenig sensibler. Jedoch hat er nicht die Willensstärke Alexandras, den Mut etwas anderes auszuprobieren als die anderen Pioniere. Und gerade dieser Mut trägt Alexandra durch die schwierige Zeit, in der fast alle Nachbarn das scheinbar unfruchtbare Land verkaufen und weiter in den Westen ziehen. Sie setzt sich gegen ihre Brüder durch, die es den anderen gerne gleichtun würden, und setzt alles auf eine Karte: Sie nimmt entgegen der Einwände ihrer Brüder einen weiteren Kredit auf und kauft unter anderem das Land einer ehemaligen Nachbarsfamilie, der Linstrums, mit deren Sohn sie gut befreundet war.
Ein Zeitsprung von sechzehn Jahren bestätigt dem Leser schließlich, dass Alexandra erfolgreich war. Der Betrieb floriert, die Felder stehen in voller Frucht. Ihre beste Freundin Marie ist mit Frank Shabata, einem benachbarten Bauern verheiratet. Der jüngste der drei Brüder, Emil hatte sogar die Chance, das College zu besuchen und ist zu einem intelligenten jungen Mann herangewachsen. Mittlerweile wohnt Ivar, ein naturverbundener, ein wenig verrückter Mann bei Alexandra, dessen Rat sie früher oft in Anspruch genommen hat. Alexandra hat mehrere Mädchen bei sich im Haus beschäftigt, die ihr viel Freude bereiten. Schließlich kehrt auch noch Alexandras Jugendfreund Carl zurück, mit dem sie immer eine besondere Verbindung hatte.
Und ein Unglück bahnt sich an, von dem Alexandra nichts zu ahnen scheint...

Willa Cather’s Geschichte ist in zwei Teile gespalten: Im ersten dreht sich alles um Alexandra und die Wildnis Nebraskas. Die Indianer lässt sie außen vor als hätte es sie nie gegeben, das große Thema ist die Zähmung der wilden Natur durch den Menschen. Viele Autoren haben über die Pioniere geschrieben, die ersten Siedler, die mit ihren Planwagen immer weiter westwärts ziehen und das Land kultivieren. Das besondere an Willa Cather’s Roman ist, dass das „Pionier sein“ nicht mehr als nur rein männliche Erfahrung dargestellt wird. Alexandras ganz besondere Beziehung zur und mit der Natur, mit der sie im ständigen Dialog zu stehen scheint, stellt einen Gegensatz dar zur eher männlichen Herangehensweise des „Bezwingens“.
Im zweiten Teil tritt die Natur, die Arbeit auf den Feldern in den Hintergrund. Alexandra träumt immer wieder von einer männlichen Figur, „wie das Sonnenlicht“, nach Maisfeldern duftend, die sie in seinen starken Armen trägt. Dass Alexandra ihre gesamte Jugend sprichwörtlich dem Land geopfert hat wird jetzt erst klar. Mit der Rückkehr Carl Linstrums schöpft der Leser Hoffnung. Jedoch ist Alexandra entgangen, dass sie die einzige war, die keine Zeit und keinen Verstand für die Liebe hatte und dass zwei Menschen, die ihr viel bedeuten vor ihren Augen dabei sind, ihren eigenen Untergang heraufzubeschwören.

Willa Cather räumt auf mit Stereotypen, ihre Beschreibungen der Natur Nebraskas sind wunderschön und auch, wenn die Gefühlswelt der Protagonistin für den Leser eher ein Rätsel bleibt, so ist „Unter den Hügeln die kommende Zeit“ (im Originaltitel: „O Pioneers!“ nach einem Gedicht von Walt Whitman – erscheint mir wesentlich passender als der deutsche Titel) absolut lesenswert.

Willa Cather: Unter den Hügeln die kommende Zeit (1913).
Goldmann, 1993.
345 Seiten, Taschenbuch, ab 2,97 Euro.

Carolin Glock

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