'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Eric-Emmanuel Schmitt: Als ich ein Kunstwerk war
Jetzt bestellen bei amazon.de! Das Buch zeigt, wie blind ein Mensch dem Leben gegenüber sein kann, wenn er nur noch Unzufriedenheit dem eigenen Körper, dem eigenen Lebenslauf und den eigenen Leistungen gegenüber empfindet.

In „Als ich ein Kunstwerk war“ erfährt der Leser von Tazio, einem jungen Mann, der seinem Leben ein Ende bereiten will, weil er glaubt, - besonders im Vergleich zu seinen gutaussehenden Brüdern- nicht schön und nicht wertvoll genug zu sein. Gerade als er sich von den Klippen stürzen will, spricht ihn ein Künstler an. Anstatt sich selbst zu töten, soll Tazio dem anderen seinen Körper überlassen – und damit die eigene Person. Tazio geht auf den Handel ein und wird zu Adam Zwei. Indem Zeus-Peter Lama mit Hilfe eines Chirurgen aus ihm ein Kunstwerk erschafft, glaubt er zum ersten Mal den Wert des eigenen Seins spüren zu können. Doch die anfängliche Euphorie macht ihn sensibel für all das, was er hinter sich lassen mußte: die Grundrechte des Menschen sowie die Freiheit, über sich und das eigene Leben bestimmen zu können. All das erscheint ihm jetzt, da er es nicht mehr besitzt, um so wertvoller. Auch die Verletzlichkeit der anderen, welche er zuvor nie wahrgenommen hat, wird ihm plötzlich bewußt.

Wie geht er, der zum Objekt geworden ist, mit diesem neuen Wissen um? Wird er sein neues Dasein trotzdem konsequent durchstehen oder kann er seine Persönlichkeit und seine Menschenrechte zurückerobern? Wird er sich, jetzt, wo er von materiellem Wert ist, aus dem Besitzdenken anderer befreien können und die Liebe, die er plötzlich kennenlernt, leben können? Und wenn ja, welchen Preis muß er dafür bezahlen?

Als ich begann, das Buch zu lesen, empfand ich zunächst – stellvertretend für Tazio alias Adam Zwei – Verzweiflung und hätte das Buch fast zur Seite gelegt. Denn die Geschichte klingt anfangs wie ein Horrorszenario. Sie erinnert an all die Michael Jacksons dieser Welt, die glauben, ihren Körper mit Hilfe von Piercings und Silikonkissen oder unter dem Skalpell „veredeln“ zu müssen. All jenen sei dieses Buch besonders ans Herz gelegt. Aber auch wer weniger drastisch den Blick für die Schönheit der Welt verloren hat, dem öffnet diese Geschichte unweigerlich die Augen. Mich selbst haben Tazios Erlebnisse sehr bewegt und ich habe mich nach der letzten Seite lange Zeit geweigert, den Buchdeckel zu schließen.

Eric-Emmanuel Schmitt: Als ich ein Kunstwerk war.
Ammann, April 2009.
240 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Ute Heymann gen. Hagedorn

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