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Peggy Wehmeier zeigt in diesem Buch, dass Märchen für kleine und große Leute interessant sein können - und dass sich auch schwere Inhalte wie der Tod für Kinder verstehbar machen lassen.
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Sulaiman Addonia: Die Liebenden von Dschidda
Jetzt bestellen bei amazon.de! Naser lebt als eritreischer Ausländer in der saudiarabischen Stadt Dschidda, dem Tor nach Mekka. Hier schlägt er sich auf eigene Faust durch und muss immer wieder über die in der Stadt herrschenden Zustände nachdenken. Kontakt mit Frauen ist den Männern strengstens verboten, diese müssen sich in dunklen Gewändern verschleiern und den Männern, wenn möglich, aus dem Weg gehen. Selbst das zu lange Anstarren einer Frau wird von der Religionspolizei mit hohen Strafen geahndet. In dieser verschlossenen Gesellschaft bekommt Naser eines Tages einen kleinen Brief zugesteckt. Eine junge Dame ist auf ihn aufmerksam geworden und möchte über die kurzen Notizen zu ihm Kontakt aufnehmen. Bevor Naser es sich versieht, hält er auf den Straßen nach den pinkfarbenen Schuhen der Frau Ausschau und wartet gespannt auf jeden neuen Brief von ihr.

Als Leser taucht man ein in eine arabische Gesellschaft Ende der 80er Jahre und die Probleme, die damit verbunden sind, als Ausländer in einer solchen Stadt zu leben. Die Liebe und das Begehren von Frauen ist für die Männer unter Strafe gestellt, nicht einmal länger als wenige Sekunden dürfen sie das andere Geschlecht ansehen, ohne Angst haben zu müssen, von der Religionspolizei, die für Zucht und Ordnung auf den Straßen sorgt, aufgegriffen zu werden. In ihrer Not wenden sich die Männer dem zu, was für sie – zumindest unter dem Deckmantel des Schweigens – greifbar ist, den jungen Männern. Auch Naser, der Protagonist, gerät in diesen Strudel und dient mehr als einem Mann als Lustknabe. Er findet ein treffendes Bild, um das Leben in der Stadt Dschidda zu spiegeln: ein Schwarzweißfilm. Die Frauen in schwarz, die Männer in weiß, für Farbe und Freude gibt es keinen Platz, alles ist in klar strukturierter Eintönigkeit verhaftet. Die Männer sind im wahrsten Sinne des Wortes „Sklaven Allahs“, wie es der Imaan zu den Gebetszeiten predigt.

Auf beeindruckende Weise gelingt es dem Autor eritreischer und äthiopischer Abstammung dabei, die Kontraste und Gefühle, die sich in den Menschen aufstauen, in Worte zu fassen. Er selbst hat die im Buch beschriebenen Erfahrungen zumindest in Auszügen durchgemacht. Die Flucht in den Sudan und das spätere Leben in der Stadt Dschidda. Im Roman wird dies spürbar, es gelingt ihm, sehr detailreiche, eindringliche Bilder mit Sprache zu zeichnen. Die Geschichte schlägt den Leser bereits nach wenigen Seiten in ihren Bann, wie es sonst nur hochkarätige Thriller vermögen – und dabei handelt es sich hier um eine, wenn auch ungewöhnliche, Liebesgeschichte.

»Die Liebenden von Dschidda« sollte man gelesen haben! Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt, die ihre Zuhörer sucht und einen so schnell nicht mehr loslässt.

Sulaiman Addonia: Die Liebenden von Dschidda.
Hoffmann & Campe, Februar 2009.
330 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,00 Euro.

Janine Gimbel

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