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Uwe Voehl: Der Kuss der Medusa
Jetzt bestellen bei amazon.de! Malte Wallbusch ist ein Erfolgsmensch. Knapp vor seinem vierzigsten Geburtstag, just zu einer Zeit, in der seine Altersgenossen von der Midlife-Crises geplagt werden, hat der charismatische Werbetexter alles erreicht was man sich wünschen kann. Seine Firma steht kurz davor, einen mehr als lukrativen Werbeauftrag eines privaten TV-Senders zu bekommen, er hat ein denkmalgeschütztes Anwesen in der Eifel erworben und mit seiner eigenen Hände Arbeit renoviert und eine bildhübsche Frau an seiner Seite.

Doch wehe, wenn es einem zu gut geht!

Unheimliches geschieht in dem alten Anwesen, Malte wacht mitten in der Nacht auf, hört einen alten Nena-Song, den irgendjemand auf dem Hof summt. Als er nachschaut, findet er natürlich nichts. In der Küche stinkt es jeden Morgen bestialisch, und als der ortsansässige Klempner mit der Spirale an die morschen Rohre geht, explodiert ihm die Scheiße wortwörtlich ins Gesicht. Dass dabei römische Goldmünzen zum Vorschein kommen, hilft auch nicht wirklich weiter, gehen Schätze doch ohne Finderlohn an das jeweilige Bundesland. Als dann noch der Geist einer rothaarigen Frau dafür sorgt, dass Autofahrer in der Nähe des Anwesens reihenweise verunglücken, kann auch Malte sich der Wahrheit nicht länger verschließen – er ist verflucht, eine Hexe hat es auf ihn abgesehen, eine Dämonin, die noch eine alte Rechnung mit ihm offen hat ...


Uwe Voehl gehört zu den unterschätzen Autoren der Szene. Wer ihn „nur“ von seinen Beiträgen zu Coco Zamis und Co kennt, der ahnt nicht, wie vielfältig sein Ideenreichtum, wie geschliffen seine stilistischen Fähigkeiten sind.

Lässt man die Geschichten aus seiner Collection „Schwarze Herzen“ die in Kooperation der Edition Bärenklau und des mg Verlages erschien Revue passieren, so wird sein Talent erst so richtig deutlich.

Eine der dort enthaltenen Geschichten, „Summer of Love“ findet denn auch in vorliegendes Buch Eingang. Ausgehend von den damaligen Geschehnissen – die Story wird verteilt jeweils auf die Kapitelanfänge nochmals aufgeführt – spinnt der Autor seine Geschichte um den damaligen Jungen und seine Liebe weiter.

Beeindruckend dabei, wie es Voehl gelingt mit einigen wenigen Sätzen seinen Handlungsort und seine Figuren plastisch von den Augen des Lesers Leben annehmen zu lassen. Ohne jegliche Mühe gelingt es uns in die Handlung zu schlüpfen, erleben wir mit unserem Protagonisten mit, wie dessen eigentlich so wohlgeordnetes und scheinbar glückliches Leben mit einem Schlag eine Wendung zum Tragischen nimmt.
Dabei scheint Malte wie unsere Handlung zunächst wie zementiert in der nüchternen Alltagswelt zu fußen. Hexen, Übernatürliches, Flüche alles nur Gothic-Quatsch. Was zählt ist der Erfolg, die Selbstbestätigung, die aus harter Arbeit kommt und das Glück diesen Erfolg mit einem Menschen zu teilen, der einen liebt. Doch wenn es zu viel der Liebe wird, wenn einen selbst gutgemeinte Ratschläge und Hilfeversuche nicht überzeugen, das Böse zu mächtig ist, dann kommt jeglicher Rettungsversuch zu spät. Konsequenterweise erwartet den Rezipienten denn auch kein Happy-End, mutet der Autor uns einen tragischen Ausgang seiner Geschichte zu – und überzeugt gerade deshalb um so mehr.

Das ist in sich schlüssig, das liest sich faszinierend-gruselig eben weil es vom Ton her fast ein wenig unterkühlt vorgestellt wird. Empfehlenswert.

Uwe Voehl: Der Kuss der Medusa.
KBV-Verlag, August 2009.
237 Seiten, Taschenbuch, 9,90 Euro.

Carsten Kuhr

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