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Matthew Skelton: Cirrus Flux: Der Junge, den es nicht gab
Jetzt bestellen bei amazon.de! London, 1783: Der 12-jährige Waisenjunge Cirrus Flux hat nur Schabernack im Kopf und zieht am liebsten mit seinem besten Freund Bottle Top durch die Gegend – sehr zum Leidwesen des Heimleiters. Doch was Cirrus bisher nicht weiß: Eine Frau namens Madame Orrery, die sich auf Heilungen spezialisiert hat, zeigt Interesse an dem Jungen. Viele Jahre zuvor, 1771, lernte sie seinen Vater, einen gefeierten Seemann, kennen und es gelang ihr nicht, dem Mann ein wohlgehütetes Geheimnis zu entwenden. James Flux entdeckte den Atem Gottes, ein Phänomen, das stets darauf hinwies, dass weitere Welten neben der ihnen bekannten existieren. Nun setzt Madame Orrery alles daran, das Geheimnis endlich zu lüften und Cirrus ahnt nicht, in welcher Gefahr er sich befindet.

Von der ersten Seite an ist die Geschichte um den Jungen Cirrus Flux angenehm spannend. Seine Freunde im Waisenhaus erzählen Geistergeschichten und dann glaubt Cirrus, am Galgen in der Nähe des Fensters wirklich einen Geist zu sehen. Dass er sich bereits zu diesem Zeitpunkt in großer Gefahr befindet und der Geist sein kleinstes Problem ist, weiß er nicht. Taktisch gut gesetzt sind hierbei die Enden der Kapitel, mit denen besonders junge Leser zum Weiterlesen gezwungen werden. Man möchte mit jeder Seite mehr wissen und ganz in Cirrus’ Welt abtauchen. Cirrus Welt, die ist geprägt von dem Zeitalter der Aufklärung und wundersamen Technologien, die das Weltbild der Menschen verändern. Innerhalb weniger Seiten entsteht hier ein bestechend lebhaftes Bild der Umgebung, der verdreckten Straßen Londons und der Mentalität seiner Bewohner. Überraschend blass und glatt bleiben hingegen die beiden Protagonisten, die Waisen Cirrus und Pandora.

Freundschaft und Feindschaft liegen in diesem Buch nahe beieinander, besonders deutlich gemacht zwischen Cirrus und Bottle Top, der eigentlich Abraham heißt, jedoch von niemandem im Waisenhaus so genannt wird. Bis Bottle Top bei einem Mann in die Lehre geht, sind die beiden unzertrennlich. Dann steht plötzlich Geld zwischen ihnen, später sogar ein Verrat. In Verbindung mit Bottle Top wird Cirrus glaubhaft, seine Handlungen nachvollziehbar. Bei Pandora lässt sich dies nicht leicht erkennen, hier fragt man sich öfter, warum insbesondere die Argumentation des Mädchens so erwachsen scheint.

Insgesamt entsteht eine leicht düstere Atmosphäre, manches Mal fühlt man sich als Leser an Charles Dickens erinnert – und das nicht nur, weil die Hauptfiguren im Wesentlichen Waisen sind. Diese Stimmung wird mit treffenden Sätzen verpackt, die Seiten fliegen bei dieser oft aufregenden Geschichte nur so dahin.

Zuletzt bleibt noch die gelungene Aufmachung des Buches zu erwähnen, die insgesamt an Skeltons Vorgängerbuch »Endymion Spring« erinnert. Zu diesem Roman besteht allerdings keine Verbindung, beide Titel lassen sich getrennt voneinander lesen. Das Format des Romans um Cirrus Flux ist ungewöhnlich, fast quadratisch, die Gestaltung mysteriös und gleichfalls einladend.

Eine gelungene Zeitreise mit sympathischem Protagonisten für Leser und Leserinnen ab 12 Jahren. »Cirrus Flux« entführt die Leseratten in die Vergangenheit, in ein überzeugend gezeichnetes Bild der Stadt London, die hier mit Fantasy-Elementen angereichert wurde.

Matthew Skelton: Cirrus Flux: Der Junge, den es nicht gab.
Hanser, August 2009.
326 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,90 Euro.

Janine Gimbel

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