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Kathrin Lange: Florenturna 01. Die Kinder der Nacht
Jetzt bestellen bei amazon.de! Italien, um 1550: Als ein Fremder in seinem Dorf auftaucht, wird der 11-jährige Girolamo quasi über Nacht zum Vollwaisen. Die Bevölkerung hält die auftretende Explosion für Zauberei und scheucht den Jungen davon. Er begibt sich nach Florenz, mit dem Ziel, den Maler Hieronymus zu finden. Doch das Treffen der beiden verläuft anders, als er es geplant hat. Hieronymus erzählt Girolamo von Florenturna, der Stadt, die in einer Parallelwelt das Gegenstück zu Florenz bildet und in der die Narratori, die Erzähler, mit ihrer Gabe Wesen ins Leben rufen können. Ist Girolamo einer von ihnen? Und stammt er tatsächlich von Selene, der Herrin, die Florenturna erschaffen hat, ab?

Girolamo stellt sich vor als ein Held, der nicht nur eine, sondern gleich zwei Welten retten muss. Die Welt, in der es Florenz gibt, und jene, in der die schwarze Burg von Florenturna steht. Gemeinsam mit seinen neu gewonnen Freunden gelingt es ihm, einen Weg in die Parallelwelt zu ebenen und sich dort dem Bösen zu stellen. Die erste Hälfte dieses Buches findet deshalb im Wesentlich in Florenz des 16. Jahrhunderts statt, die zweite in Selenes Welt. Zu Beginn jeden Kapitels finden sich Zitate des fiktiven Werkes »Chronik des geheimen Wissens der Narrotori« von einem gewissen Lorenzo de’ Medici, in dem er die Geheimnisse der Narratori gesammelt und das an dieser Stelle für passende Einstiege in die Kapitel zitiert wird.

Die Sprache, derer sich die Jugendlichen in diesem Buch bedienen, wirkt zu sehr angelehnt an den Ton heutiger Kids in ihrem Alter, bedenkt man, dass sie in Florenz des 16. Jahrhunderts leben. An dieser Stelle wird das historische Setting brüchig. Auch wird nicht klar, warum ausgerechnet Florenz der Schauplatz dieser Geschichte sein muss – warum nicht Bamberg? Hamburg? Die eigentliche Geschichte der Stadt wird nicht aufgegriffen, lediglich einiger Figuren bedient sich die Autorin, die in Florenz gelebt haben mögen. Ja, sie verwendet Personen, die es wirklich gegeben hat, geht darauf im Kontext des Buches allerdings nicht näher ein – etwa über ein Nachwort oder einen Anhang. Dass ein Funke Wahrheit in der Geschichte stecken mag, wird nur auf der von ihr für das Buch eingerichteten Homepage deutlich, auf der sie die einzelnen belegbaren Charaktere vorstellen will.

Wenn auch der historische Kontext etwas holprig gestaltet ist, gelingen viele Stellen sehr gut. Besonders eindrucksvoll ist eine Szene geschrieben, die Girolamo nachts in die Träume seiner Freunde führt, in deren traumatische Vergangenheit und Erlebnisse an den Tag, der auch Girolamos Mutter das Leben kostete. Ebenfalls sehr gut fließen die Handicaps der Figuren in die Geschichte ein: Girolamos Stottern, Ursas Blindheit oder Bens verwirrter Geist – Nachteile gegenüber anderen, die sich nur in der uns bekannten Welt zeigen, in Selenes Welt jedoch gänzlich verschwinden. Die Vielfalt der Wesen, die von den Narratori erschaffen wurden, ist ebenfalls einfallsreich und bunt, so dass es für junge Leser und Leserinnen ab 12 Jahren einiges zu entdecken gibt.

»Die Kinder der Nacht« ist der Auftakt zu einer Reihe von mehreren Büchern, wirkt aber in sich abgeschlossen. Dieser Roman bietet auch für sich betrachtet gutes Lesevergnügen, ohne dass gleich nach Folgebänden Ausschau gehalten werden muss.

Ein Buch, bei dem nicht immer alles gut ausgeht, dadurch wird es wesentlich glaubhafter. Der historische Kontext von »Die Kinder der Nacht« wird nur unzureichend behandelt, die fantasievolle Geschichte überzeugt aber dennoch und macht dieses Buch zu einem guten, durchschnittlichen Jugendroman.

Kathrin Lange: Florenturna 01. Die Kinder der Nacht.
Fischer Schatzinsel, September 2009.
416 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,95 Euro.

Janine Gimbel

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