Der Tod aus der Teekiste
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Jennifer Valoppi: Das Allheilmittel
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die Apokalypse – mit diesem Ausdruck verbindet man gemeinhin die sieben Plagen der Bibel. Seuchen werden über das Land kommen, die Erde wird beben und die Entrückung wird die 144.000 Gläubigsten in den Himmel retten, während der Rest der Menschheit Satan anheim fallen wird – so die Bibel.

Das die Apokalypse aber ein multi-mediales Ereignis werden könnte, dass diese mit einem Nanoroboter einhergeht, der nicht nur Krebs und Rückenmarksschäden heilt, sondern den Körper auch verjüngt, hätte wohl niemand vermutet.

Helen Cummings gehört noch, immerhin ist sie Anfang 40, zu den angesagtesten TV-Talkerinnen New Yorks. Dass ihr Mutter Claire mit Lungenkrebs im Krankenhaus liegt, dass diese nur noch Wochen zu leben hat, merkt man ihr in ihren Sendungen nicht an. Schließlich muss sie als alleinerziehende Mutter dafür Sorge tragen, dass ihr Sohn Justin einmal eine gute Startposition an einer der Elite-Universitäten bekommt, und das kostet Geld.

Als ein in China forschender und praktizierender Arzt seine Hilfe anbietet, greift die todkranke Claire nach dem Strohhalm und lässt sich den Nanobot einsetzen. Dass mit der wundersamen Genesung ein Zeichen auf ihrer Haut erscheint, dass sich ihr ganzes Wesen ändert, fällt zunächst kaum Jemanden auf.

Während Helen den Forscher in ihren Sendungen weltweit berühmt macht, dieser sich mit den Pharmaziekonzernen, die ihren Ruin vor Augen zunächst alle Mittel in Bewegung setzen, die wundersame Heilmethode zu unterdrücken, arrangiert, bemerken nur Justin und dessen Freundin, dass etwas faul ist im Staate Dänemark. Visionen plagen den Jungen, ein Engel spricht mit ihm und warnt vor den Blender und Verführer, der vor dem Ende der Welt die Menschen ihrer Verbindung zu Gott beraubt und mit der fleischlichen Unsterblichkeit ködert. Kann es sein, dass sich im unscheinbaren Dr. Viviee der gefallene Engel Luzifer, auch Satan genannt verbirgt?



In ihrem Debutroman wirft die gefeierte Journalistin Jennifer Valoppi eine interessante Frage auf. Was wäre, wenn ein Forscher tatsächlich eine Möglichkeit entdecken würde, schwere, tödliche Krankheiten dauerhaft zu heilen. Würde die Medizinindustrie nicht, aus Gewinnmaximierungsgründen alles unternehmen, um diese Heilmethode zu unterdrücken?
Gibt es nicht, wie man immer wieder lesen kann, streng verschlossen und geheim gehalten, Heilmittel für verschiedenste Krankheiten, die sogenannten „Orphan Drugs“ die nicht auf den Markt kommen, weil sonst die teuer entwickelten Tabletten und Pulverchen nicht mehr abgesetzt werden können?

Diese durchaus berechtigte Frage kombiniert die Autorin geschickt mit einer religiösen Ebene. Auch wenn sie dabei nicht auf offensichtliche Fragen – etwa, was mit den Nichtchristen passiert – eingeht, besticht ihre Darstellung durch eine sehr überzeugende, weil realitätsnahe Schilderung, wie die Neuigkeit verbreitet wird, und immer mehr Menschen sich dem Heilsbringer anschließen, ohne auch nur nach den Nebenwirkungen zu fragen.

Diese zwei Ideen beherrschen den Roman. Dagegen fallen die Figuren, aber auch der Plot selbst, der ein paar Brüche aufweist (die weinende Madonna sei hier exemplarisch genannt) ein wenig ab. Nicht umsonst hat der Verlag auf dem Waschzettel eine Verbindung zum Bestseller „Sakrileg“ herbeigeschrieben. Ähnlich wie Dan Browns Erfolgsbuch sind die Personen relativ flach, die Handlungsorte austauschbar, reizt allein die voranstürmende Handlung den Leser, die Seiten umzublättern. Dies aber schafft auch Valoppi so geschickt, dass die Zeit der Lektüre unbemerkt fast vergeht. Der Leser will einfach wissen, was sich wirklich hinter den Vorgängen verbirgt, wie sich die Mysterien letztlich auflösen.

Durchaus kurzweilig zu konsumierendes, teilweise rasant aufgezogenes Lesefutter mit einigen gewagten, aber durchaus im Bereich des Vorstellbaren angesiedelten Thesen.

Jennifer Valoppi: Das Allheilmittel.
Otherworld-Verlag, September 2009.
450 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Carsten Kuhr

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