Der Tod aus der Teekiste
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Brian W. Aldiss: Terror
Jetzt bestellen bei amazon.de! Großbritannien in naher Zukunft: Als Gefangener B landet Paul Fadhil Abbas Ali, der in England geboren wurde, im Gefängnis. Das Land soll so vor dem Terror geschützt werden, denn Paul hat – so die Anklage – nachweislich die Bevölkerung in seinem neuen Roman zu Anschlägen aufgehetzt und sich mit Anführern terroristischer Gruppierungen getroffen – alles nur noch eine Frage der Zeit, bis die Bombe hochgeht. ... War es nicht so?
In der Einöde seiner Zelle schleppt sich Paul von Folter zu Folter und beginnt bald zu fantasieren ... In weiter Ferne besiedeln die Menschen den Planeten Stygia und als Fremant lebt er dort in einem System der Unterdrückung. Auch hier kann er nicht frei sein, sondern muss bald fliehen.

Nach langer Zeit ist »Terror« – im Original in 2007 erschienen – eine weitere Übersetzung des im Genre seit gut 60 Jahren bekannten Autors Brian W. Aldiss. Schonungslos und provozierend begibt er sich hier auf ein heißes Pflaster und reflektiert über aktuelle Entwicklungen bezüglich Terror, Glaubensanschauungen und die Machtlosigkeit einzelner als Teile eines Regimes – das alles eingebunden in einen faszinierenden Science Fiction-Roman!
Traum und Realität fließen in diesem Buch untrennbar ineinander, so dass letztlich ein fesselndes Gemisch entsteht, bei dem sich nicht mehr klar sagen lässt, welche der Figuren denn nun real ist. Paul oder Fremant? Der Wechsel zwischen den einzelnen Schauplätzen lässt sich oft nur durch aufmerksames Lesen aufspüren!

In diesem Buch lassen sich viele Aspekte der facettenreichen Handlung zwischen den Zeilen finden, zum Teil so übersetzt, dass ihr Sinn nicht verloren geht. Das Ministerium, das Pauls Fall ‚untersucht’, heißt beispielsweise auch in der deutschen Ausgabe HARM, die Kurzform für Hostile Activities Research Ministry, während das eigentliche Wort HARM auf Englisch für Verletzung oder Schaden steht. Und das scheint das oberste Gebot der Ermittler zu sein. Folter ist an der Tagesordnung und der Gefangene bekommt jedes Wort, das seine zitternden Lippen verlässt, im Mund herumgedreht.

Auf mehreren Ebenen beweist Brian W. Aldiss dabei, dass er sein Handwerk versteht. Die Beschreibungen der Gefangenschaft sind mitreißend, oft bruchstückhaft erzählt – ganz so, wie auch Paul sie wahrnimmt. In Stygia hingegen brilliert er durch das imposante Aufbauen einer fernen Welt, eines fremden Planeten, der doch irgendwie an unser heutiges Leben angelehnt ist und diverse Parallelen zu Pauls aktueller Lage aufweist.

Mit »Terror« gelingt ein sehr intelligentes, vielschichtiges Buch. Diese in einer fiktiven Welt platzierte, anspruchsvolle Gesellschaftskritik ist absolut lesenswert! Brian W. Aldiss beweist ein weiteres Mal, dass Science Fiction nicht belanglos sein muss, sondern auch in diesem Genre gleichfalls wichtige Aussagen getroffen werden können.

Brian W. Aldiss: Terror.
Edition Phantasia, August 2009.
214 Seiten, Taschenbuch, 14,90 Euro.

Janine Gimbel

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