Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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Klaus-Peter Wolf: Samstags, wenn Krieg ist (1994)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Eine rechtsradikale Bande macht die kleine Provinzstadt Ichtenhagen unsicher. Der fiktive Name erinnert einen an Rostock-Lichtenhagen, wo 1992 die massivsten ausländerfeindlichen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte stattfanden. In der Woche gehen die jungen Männer ihren Berufen nach. Aber „Samstags, wenn Krieg ist“, planen sie den großen Krawall. Sie schänden jüdische Friedhöfe und stecken Asylantenwohnheime an.

Als die Schwester eines der Ichtenhagener Ultras ermordet wird, geht zunächst eine Jagd auf die Familie des Italieners Gino los. Mit ihm war Renate vor ihrem Tod zusammen. Aber nach und nach kommen Zweifel an seiner Schuld auf. Zweifel, die auch an dem Zusammenhalt der jungen Rechten rütteln…

Wolf zeigt mit seinem Buch, wie rechtsradikale Gruppierungen entstehen. Es sind oft junge Menschen, die verzweifelt ihren Platz in der Gesellschaft suchen, die Hatz auf Ausländer machen. Es sind die „Versager“, die es weder privat noch im Beruf weit gebracht haben. Nun kämpfen sie an vorderster Front und lassen ihren Frust an der Welt aus, weil sie sich dadurch dann wenigstens in den kurzen Momenten - „wenn Krieg ist“ - wie wahre Männer, wie „Söldner“ fühlen können. Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen. Es ist nicht nur ein interessanter Blick hinter die Kulissen, sondern auch ein spannender Krimi!

Das Buch wurde übrigens auch als „Polizeiruf 110“ verfilmt. Der Film lief bei den Münchener Filmfestspielen und wurde als „kleines Meisterwerk“ gefeiert (Fränkische Nachrichten. Anschließend erhielt auch die Ausstrahlung in der ARD hymnische Besprechungen. Aber dann verschwand der Film im „Giftschrank“ des SWR und wurde nicht mehr für Wiederholungen freigegeben. Wiederholungen seien, so der Sender, nicht vorgesehen. Die letzte Ausstrahlung fand am 20.02.2002 im SWR statt. Der SWR gab am 27.12.2006 die offizielle Mitteilung heraus: „Wegen der missverständlich aufgenommenen Darstellung von Gewalt in dem Polizeiruf 110 ‚Samstags, wenn Krieg ist’ hat der Fernsehdirektor des SWR den Film bis auf weiteres gesperrt, so dass der Film bis auf weiteres nicht wiederholt wird.“ (Quelle: http://www.titel-magazin.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=8395)


Klaus-Peter Wolf: Samstags, wenn Krieg ist (1994).
Pendragon, Juli 2009.
256 Seiten, Taschenbuch, 9,90 Euro.

Nadine Roggow

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