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Carla Passaler: Die Geliebte des Dogen
Jetzt bestellen bei amazon.de! Venedig, 1755: Nach dem Tod ihres Ehemannes setzt Donata Salomon alles daran, ihre 18-jährige Tochter Caterina Dolfin möglichst schnell zu verheiraten. Das Mädchen ist starrköpfig, hat ihren eignen Willen und strebt nach Bildung. Bevor diese schlechten Eigenschaften der Tochter Publik werden, will Donata sie in festen Händen wissen. Vor der Eheschließung begibt sich Caterina heimlich auf den Karneval in Venedig und lernt dort den Botschafter Andrea Tron kennen, dem eine Laufbahn als Doge der Stadt in Aussicht gestellt wurde. Er ist sofort verzaubert von dem anmutigen, unschuldigen Geschöpf, und auch Caterina gibt sich ihm hin. Ihr Schicksal verändert das vorerst nur geringfügig, die Hochzeit findet statt und die junge Frau leidet einige Monate unter ihrem Ehemann. Dann trifft sie erneut auf Tron, der ihr ein verlockendes Angebot macht, von dem beide profitieren können.

Die italienische Autorin Carla Passaler entfaltet hier auf knapp 300 Seiten eine Geschichte, die sich zwischen Macht und Intrige in der adeligen Gesellschaft Venedigs des 18. Jahrhunderts bewegt. Die Handlung erstreckt sich über weit mehr als das Jahr 1755, auszugsweise erfährt der Leser auch von Ereignissen späterer Jahre, die in der Beziehung zwischen Caterina und dem Botschafter von Bedeutung sind. Beide Protagonisten, die hier gleichermaßen mit Aufmerksamkeit bedacht werden, hat es wirklich gegeben, was jedoch historisch belegbar, was lediglich von der Autorin dazugedacht wurde, lässt sich hier nicht trennen – ein Vor- oder Nachwort fehlt, welches bei dieser Betrachtung des Stoffes hätte helfen können. Der Epilog ist vom eigentlichen Text allerdings deutlich abgehoben und beschreibt mit distanziertem Blick die in der Historie noch folgenden Ereignisse, so dass sich durchaus Rückschlüsse auf eine ausgiebige Recherche Carla Passalers ziehen lassen.

Im Gesamtbild wirkt »Die Geliebte des Dogen« dennoch glaubwürdig: Problemlos beschwört die Autorin lebhafte, oft prunkvolle Bilder vor dem inneren Auge herauf, die geprägt sind von dem Spiel zwischen Politik und Affären, von Macht und Freundschaften, denen man nie wirklich trauen kann. Genau genommen ist dieser Roman eine Liebesgeschichte, aber sicher keine klassische. Jegliche Form von Kitsch sucht man hier vergebens und doch finden sich – manchmal auch zwischen den Zeilen – tiefe Gefühle, die Tron und Caterina über Jahrzehnte miteinander verbinden.

Ohne Kitsch, aber mit Gefühl. Dieser Roman vermittelt ein interessantes Bild einer adeligen Gesellschaft, in der Liebe zum Instrumentarium von Macht wird und wirkt auch ohne genaure Angaben zur historischen Belegbarkeit der beschriebenen Ereignisse glaubwürdig.

Carla Passaler: Die Geliebte des Dogen.
Rowohlt, August 2009.
299 Seiten, Gebundene Ausgabe, 8,95 Euro.

Janine Gimbel

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