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Rebecca Gablé: Hiobs Brüder
Jetzt bestellen bei amazon.de! 1147 beschließt Simons Onkel, dass sein fallsüchtiger Neffe eine zu große Belastung für seinen Ruf sei, und übergibt ihn der Obhut des Klosters St-Pancras in Yorkshire. Die Mönche als Befürworter der Ansicht, dass offensichtliche Gebrechen eine Strafe Gottes sein müssen, bewahren die Ihnen Anvertrauten auf einer halbverfallenen Inselfestung vor der Küste auf. Simon trifft auf die zusammengewachsenen Zwillinge Godric und Wulfric, auf Lucas mit der schlafenden Schlange im Bauch, auf den liebenswerten Oswald, auf den Mann, der sich für den Märtyrerkönig Edmund hält, auf Regy, dessen Leben nur noch von Hass regiert wird und auf Losian, der alles vergessen hat, was jemals sein Leben regierte. Ein weiteres von Gottes Würfelspielen bringt ihnen die Freiheit zurück, aber der Weg dorthin führt durch ein England, dass ein König und eine Königin im Streit um den wahren Thronfolger zwischen sich zerreiben.

„Hiobs Brüder“ schließt zeitlich und thematisch an „Das zweite Königreich“ an. Trotzdem weist es diese ganz besondere Frische auf, die vor allem „Das Rad der Fortuna“ und den „König der Purpurnen Stadt“ so unvergesslich gemacht haben.

Die Engländer unterscheiden sich selbst noch in Angelsachsen und Normannen, auch wenn sie sich längst zusammengerauft haben. Denn es ist kein Kampf zwischen verschiedenen Herkünften, der in England tobt, sondern ein Krieg zwischen Bruder und Schwester, die beide der Ansicht sind, sie hätten einen rechtmäßigen Anspruch auf Englands Thron.

Zwei Dinge haben mich an dem Roman ganz besonders fasziniert. Zum Ersten der deutliche Unterschied im Verhalten der Gablé-Protagonisten im 15. und im 12. Jahrhundert. Aus heutiger Sicht erscheint es manchmal so, als wäre das Mittelalter eine Einheit gewesen: Man kämpfte mit Schwertern, lebte auf Burgen und das Recht war auf Seiten dessen mit der Waffe. Aber das war nicht so. Zwischen den Warringham und den Brüdern Hiobs liegen 300 Jahre - das ist von heute bis 1700 - da ist einiges passiert, das die Denkweise der Menschen geprägt hat: Der Übergang von monastischem zu scholastischem Lesen, die Erfahrung der Pestepedemien, die Fortentwicklung der Kaufmannschaft und Vieles mehr sind nicht spurlos vorübergegangen. Die Unterschiede sind nicht riesig, aber sie sind da und sie sind in dem Roman zu spüren. Das Zweite war der echte thematische Anschluss an Caedmons Geschichte. Durch die Klammer der körperlichen Gebrechen und dezente Parallelen bilden die beiden Bücher eine Einheit, obwohl „Hiobs Brüder“ auch für sich allein gelesen werden kann.

Darüber hinaus ist die Ausgrenzung von Menschen die „anders“ sind ganz gewiss kein Thema, das allein das Mittelalter betrifft. Das Buch bietet, eben weil es in vergangener Zeit spielt, eine ganz andere Form der Auseinandersetzung damit an, weitab von erhobenen Zeigefingern und Forderungen.

Fazit: Schade, dass ich es schon ausgelesen habe.

Rebecca Gablé: Hiobs Brüder.
Bastei-Lübbe, Oktober 2009.
912 Seiten, Gardcover, 24,99 Euro.

Regina Lindemann

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