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Herbert W. Franke: Flucht zum Mars
Jetzt bestellen bei amazon.de! Mit seinen Erzählungen über die Zukunft hat sich Herbert W. Franke immer dicht an die Gegenwart gehalten und gesellschaftliche oder technologische Entwicklungen vielfältig interpretiert. Der neue Roman „Die Flucht zum Mars“ von Herbert W. Franke liest sich wie eine Zusammenfassung dieser Kommentare zur Menschheit, eine Art Resümee seiner früheren Werke.
Im 23. Jahrhundert hat sich auf der Erde eine ideale Gesellschaft herausgebildet. Der Lebensweg eines jeden ist bereits vorherbestimmt, die Technik dient zur Erhaltung des Status quo und nicht um neue Welten zu erforschen. Abweichungen vom Standard werden nicht geduldet und deshalb bestraft. Weil der Wohlstand mit einer guten Lebensqualität, aber auch mit einem Stillstand der Kreativität und des Abenteurertums einhergeht, zeigt sich das Utopia schlecht gerüstet für nicht berechnete Gefahren. Die Teilnehmer einer Marsexpedition glauben nach ihrem Erwachen aus dem Kälteschlaf noch an eine Simulation, müssen aber feststellen, dass sie tatsächlich auf dem lebensfeindlichen Planeten angekommen sind. Die angebliche Spielshow existiert gar nicht, vielmehr verfolgt der Reiseleiter einen geheimen Plan zur Rettung der Erde. Dabei können ihm nur jene Unangepassten helfen, die er mit auf seine Mission genommen hat und die für die Zeit nach der Katastrophe die irdische Zivilisation wieder aufzubauen vermögen.
„Flucht zum Mars“ fängt behäbig an. Ähnlich wie die Wüstenlandschaft des roten Planeten für die Figuren erschließt sich auch die Geschichte dem Leser erst allmählich. Die Annäherungen und Abneigungen innerhalb der Gruppe oder die Rückblenden in die persönliche Vergangenheit der Figuren lassen wenig Spannung aufkommen. Aufregend wird es, als der wahre Zweck der Mission enthüllt wird. Ab da an stehen die kleinen Helden vor einer schier unlösbaren Aufgabe.
Langjährige Leser von Frankes Romanen und Kurzgeschichten werden die Themen auffallen, die hier zusammengesetzt werden. Sei es die Unzulänglichkeit eines technischen Utopias, die Neugierde das Fremde zu erforschen, die Begegnungen unterschiedlicher Kulturen oder die Nichtbegreifbarkeit technischer Neuerungen. Hier finden sich sehr gute Ansätze, die durchaus hätten ausgebaut werden können, wie der Beginn einer Marszivilisation durch kybernetische Wesen, die einst auf dem Planeten von den Menschen zurückgelassen wurden. Leider endet der Roman überhastet.
Letztlich ergibt sich die Erkenntnis, dass eine Flucht niemals eine Problemlösung ist. Frankes Reisende kehren auf eine veränderte Erde zurück und sehen sich ironischerweise wieder in eine Außenseiterrolle gedrängt, aber völlig anders als erwartet.

Herbert W. Franke: Flucht zum Mars.
Deutscher Taschenbuch Verlag, München, April 2007.
340 Seiten, Taschenbuch.

Ulrich Blode

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