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Günter Krieger: Das zweite Leben
Jetzt bestellen bei amazon.de! Jülich, 1278: Die junge Eva führt mit ihrem Vater ein Wirtshaus im Ort. Als Soldaten aus Aachen in die Stadt einfallen, gerät ihr Leben jedoch ins Wanken. Mit ihnen kommt Martin, der in seinen Träumen Eva schon seit langem begegnet, ohne dass er sie jemals leibhaftig gesehen hätte. Als er ihr schließlich im Wirtshaus gegenübersteht, in dem sie von seinen Kameraden bedrängt wird, vergeht er sich an ihr. Schuldbewusst sucht Martin das Weite, während Eva sich nach dem Tod ihres Vaters allein durchschlägt. Neun Monate später macht sie sich mit einem kleinen Jungen auf dem Arm auf in die Welt. Das Ziel ist ungewiss und verschlägt sie unterdessen nach Merode. Martin hingegen ist seines Lebens überdrüssig und täuscht seinen eigenen Tod vor, um nach Eva zu suchen. Und man trifft sich im Leben immer zweimal …

Mit detailreichen Beschreibungen lässt der Autor seine Leser in eine Geschichte aus der Vergangenheit abtauchen und beschwört dabei ein authentisch wirkendes Mittelalterleben mehrerer Personen herauf. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Wirtstochter Eva, sondern auch der Aachener Martin, der Eva nachts in seinen Träumen sieht, später dann Kinder und weitere Beteiligte rund um die Geschichte. Landschafts- und Lebensbeschreibungen fließen nur knapp in die Handlung ein, und doch entsteht ein deutliches Bild der Szenen. Im Anhang befinden sich eine Karte, sowie ein Personenverzeichnis, in dem belegbare Figuren speziell gekennzeichnet sind. Auf den historischen Kontext wird allerdings nicht eingegangen, ein Nachwort gibt es beispielsweise nicht.

Historische Fakten werden auf angenehme Art und Weise mit dem Erzählten verflochten, besonders was Martins Leben angeht, der viel enger mit der Politik verbunden ist als die einfache Eva, die mit ihrem eigenen Überleben bereits genug zu tun hat. Insgesamt wird die Handlung, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, in die Länge gezogen, aber dennoch sinnvoll gefüllt, in dem später auch die Kinder Evas ihren Platz finden und deren Wege durch das Leben beschrieben werden. Einzig bei Kampfszenen rutscht die sonst verständliche Sprache ins Plumpe ab und verliert ihren bildhaften Charakter, im Übrigen bleibt sie auf einem guten Niveau, einem Mittelweg zwischen kunstvoll ineinander verschlungenen Sätzen und klaren Beschreibungen.

Als wichtigster Konflikt und Aufhänger der Handlung wird Evas Schändigung von Seiten Martins dargestellt. Gedrängt von seinen Kameraden vergeht er sich an ihr, ohne dass sie seine wahre Identität kennt. Jahre später, als Eva sich ein neues Leben in Merode aufgebaut hat, kreuzen sich ihre Lebenswege erneut. Natürlich plagen Martin Gewissensbisse – zumindest in der ersten Hälfte! Später wird eben dieser Zwiespalt zwischen der Geheimhaltung seiner Tat und dem Aufdecken derselben nicht mehr überzeugend bearbeitet. Mit der gewählten Auflösung entzieht sich Günter Krieger gar jeglicher Behandlung des Problems durch beide beteiligten Charaktere.

Eine interessante Geschichte bietet »Das zweite Leben«, die es über viele Seiten hinweg versteht, Spannung und Interesse der Leser zu bewahren, der Lösung des wichtigsten Konflikts geht der Autor allerdings aus dem Weg.

Günter Krieger: Das zweite Leben.
fredeboldundfischer, Juli 2009.
640 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Janine Gimbel

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