Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten
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In diesem Buch präsentiert sich die erfahrene Dortmunder Autorinnengruppe Undpunkt mit kleinen gemeinen und bitterbösen Geschichten.
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Kai Meyer: Arkadien 01. Arkadien erwacht
Jetzt bestellen bei amazon.de! Nach Jahren der Abwesenheit und des Lebens in den USA kehrt die 17-jährige Rosa Alcantara in die Heimat ihres verstorbenen Vaters zurück, nach Italien, wo ihre Tante und ihre Schwester leben. Bereits am Flughafen lernt sie den etwa gleichaltrigen Alessandro kennen, weiß aber im ersten Moment nicht, dass er – wie sie – einem italienischen Mafiaclan angehört, den Carnevares. Die Feindschaft der beiden Familien macht eine Freundschaft zwischen den beiden praktisch unmöglich und doch interessiert sich Rosa immer mehr für den jungen Mann. Als sie erfährt, dass Alessandro sich wegen der Beerdigung seines Vaters in Italien aufhält und als zukünftiger Anführer seines Clans in Gefahr schwebt, versucht sie sich für ihn einzusetzen. An Alessandros Seite bemüht sich Rosa um die Aufklärung der Mysterien, die den Tod des Carnevare-Oberhauptes umgeben, und deckt dabei ein Geheimnis auf, das auch ihre Familie bis tief in die Vergangenheit umrankt.

Von der ersten Zeile an wird Rosa als schlagkräftiges Mädchen vorgestellt, das nicht auf den Mund gefallen ist und zugleich mit allen Wassern gewaschen ist. Beiläufig lässt sie Dinge in einem Laden oder die Wertgegenstände einer Mitreisenden mitgehen, Alessandro gibt sie reichlich Paroli, zeigt aber gleichzeitig eine ruhige, nachdenkliche Art, wenn es um ihre eigene Vergangenheit geht.
Was auf den ersten Blick nach einer Neuinszenierung von Romeo und Julia klingt, entwickelt sich dann grundlegend anders. »Arkadien erwacht« bietet eine neumodische Umsetzung und fokussiert gar nicht so sehr die Liebesgefühle zwischen den Protagonisten, wenngleich diese mit dem Fortschreiten der Handlung durchaus zu entdecken sind. Es geht um einen spannenden Kriminalfall, der beide Elternteile Alessandros dahingerafft hat, zugleich um Freundschaftsgefühle, um Loyalität und Vertrauen. Wem kann Rosa vertrauen? Dem jungen Mann, für den sie sogleich etwas empfindet und der in allen Zusammenhängen nur das Opfer zu sein scheint? Ihrer eigenen Schwester, die ein Geheimnis umgibt, oder der Tante? Wer sagt wirklich die Wahrheit, wer trachtet ihr nur nach der machtvollen Position in der Nachfolge ihres Vaters?

Geschickt verbindet Kai Meyer im Auftakt seiner neuen Trilogie Fiktion und Realität miteinander, Gestaltwandler und italienische Mafia. Natürlich gibt er kein tiefenrealistisches Bild der Mafia wieder – das wäre für den Rahmen eines fiktionalen Jugendromans sicher auch nicht angemessen –, insgesamt entsteht aber eine überzeugende Umschreibung der Vorgänge in den Kreisen der italienischen Mafiosi. Der Aspekt der Gestaltwandlung bleibt in diesem ersten Band noch hinter dem Rest zurück, findet eher am Rand seinen Platz. Einiges deutet daraufhin, dass die Tiergestalten der Beteiligten in den kommenden beiden Büchern um die Arkadischen Dynastien mehr Raum einnehmen werden, da insbesondere die Protagonistin Rosa erst spät ihre eigenen Fähigkeiten entdeckt und kaum Zeit findet, sich mit diesen auseinanderzusetzen. Zu den Highlights des Buches werden dennoch zwei Szenen der Gestaltwandlerthematik: eine Traumszene Rosas, in der ihr der schwarze Panther erscheint, in den Alessandro sich verwandeln kann, sowie der Kampf zwischen Tiger und Schlange, den sie beobachtet und danach in einem Fieberwahn Revue passieren lässt. An dieser Stelle zeigt Kai Meyer besonders, welche kraftvollen Worte er findet, um das zu umschreiben, was jenseits unserer Vorstellungskraft liegt und uns durch ihn näher kommt. Mit eindringlichen Beschreibungen schafft er innerhalb weniger Worte eine spannende, fesselnde Atmosphäre!

Als Auftakt der Trilogie kann dieses Buch natürlich nicht alle Fragen beantworten, wirkt aber in sich geschlossen, so dass es auch ohne die Folgebände gelesen und verstanden werden kann. Das Ende öffnet die Perspektiven der Handlung, schließt aber die wesentlichen Aspekte um das hier beschriebene Geheimnis weitestgehend ab.

Geeignet ist »Arkadien erwacht« für eine Leserschaft ab 15 Jahren, die Grenze nach oben bleibt offen, da der Roman durchaus Qualitäten aufweist, die ein Publikum über das Jugendalter hinaus begeistern können. Ein fantasievolles Leseabenteuer auf Sizilien, Realität und Fiktion so eng miteinander verbunden, wie es Schlange und Panther in diesem Buch sind.

Kai Meyer: Arkadien 01. Arkadien erwacht.
Carlsen, Oktober 2009.
416 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,90 Euro.

Janine Gimbel

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