Burgturm im Nebel
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"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ein Neuanfang sollte es sein, als die 15-jährige Irene mit Mutter und Bruder nach dem Tod ihres Vaters Paris den Rücken zukehrt. Es ist 1937 und die kleine Familie zieht an die Küste der Normandie, die Mutter findet eine Anstellung bei einem pensionierten Spielzeugmacher und das Leben der drei läuft nach dem Trauerfall erneut in geregelten Bahnen. Irene freundet sich mit dem gleichaltrigen Mädchen Hannah an, der stille Ismael gefällt ihr ebenfalls auf Anhieb. Während sich zwischen den beiden Jugendlichen eine zarte Liebesbeziehung anbahnt, passieren um sie herum sonderbare Dinge. Den Gipfel erreichen die mysteriösen Ereignisse, als Hannah im Wald tot aufgefunden wird. Was ist passiert?

Anders als bei Zafóns in Deutschland wohlbekannten Titeln »Der Schatten des Windes« und »Das Spiel des Engels« handelt es sich bei diesem Buch vordergründig um ein Jugendbuch, das aber durchaus auch für interessierte erwachsene Lesern von Interesse sein kann.
Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick recht belanglos mit dem jungen Mädchen, das in eine Kleinstadt zieht und dort einen Jungen in ihrem Alter kennen lernt. Es kommt, wie es kommen muss: Irene verliebt sich in den introvertierten Ismael und dieser erwidert ihre Gefühle sogar. Aber am Horizont der Küstenlandschaft braut sich etwas zusammen, dessen Symbol der Leuchtturm wird. Aufhänger der Geschichte wird eine vor mehr als zwanzig Jahren verschwundene Frau und ihr Tagebuch, das in die Hände der beiden Jugendlichen gerät. Als ihre Freundin Hannah tot im Wald aufgefunden wird, nimmt die Handlung rasant an Fahrt auf.

Carlos Ruiz Zafón schafft in diesem Roman mit nur wenigen, prägnanten Worten eine atmosphärisch dichte Geschichte, angelegt an der Küste der Normandie in dem Haus des ehemaligen Spielzeugmachers Lazarus Jann. Im Wesentlichen spielt sich die Handlung in der Nähe des auf dem Cover abgebildeten Leuchtturms ab, die düsteren Gänge von Lazarus’ mit Spielzeug besetzten Hauses werden düster gezeichnet. Dass die Geschichte kurz vor Kriegsbeginn im Jahre 1937 stattfindet, merkt man vorerst kaum. Der von der Zivilisation weitgehend abgeschnittene Küstenstrich bleibt davon unberührt und dient als hervorragender Schauplatz für das Abenteuer der beiden Jugendlichen.

Eingebunden ist die eigentliche Handlung in den Kontext zweier Briefe der Protagonisten, die immerhin den historischen Kontext und seine Bedeutung doch noch erahnen lassen. Zwei wichtige Briefe, ohne die das Buch sicher nicht das wäre, was es ist. In ihnen eröffnet sich gleichfalls eine Perspektive auf eine neue Geschichte und die Zukunft.

Dass dieser Roman vor den bereits erwähnten Bestsellern aus Zafóns Erwachsenenprogramm entstanden ist, lässt sich natürlich nicht verleugnen. Die Sprache wirkt bei weitem nicht so kunstvoll, sondern passt viel mehr zum Jugendbuch, ohne dass dabei ihr Wohlklang verloren geht. Zafón weiß Geschichten zu erzählen! Und das beweist er in diesem Buch ein weiteres Mal.

Eigentlich ist »Der dunkle Wächter« der dritte Teil der »Trilogia de la Niebla«, bei FJB erscheinen die drei Romane allerdings in umgekehrter Reihenfolge: im März 2010 »Der Fürst des Nebels« – erstmals auf Deutsch bereits 1996 erschienen –, später im Herbst »Mitternachtspalast«. Jede der Geschichten steht für sich und kann unabhängig von den übrigen gelesen werden.

Nach ruhigem Anfang beschwört Carlos Ruiz Zafón in »Der dunkle Wächter« einen spannenden, düsteren Sturm am Horizont herauf und das Buch zieht mit jeder weiteren Seite seine Leser enger in den Bann. Für junge Leser und Leserinnen ab 14 Jahren, aber auch Erwachsene geeignet!

Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter.
Fischer FJB, September 2009.
352 Seiten, Gebundene Ausgabe, 17,95 Euro.

Janine Gimbel

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