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Christoph Hardebusch: Die Werwölfe
Jetzt bestellen bei amazon.de! Europa, Anfang des 19. Jahrhunderts: Der junge Adelige Niccolo Viviani macht sich gemeinsam mit der bisher als Hausdame seiner Schwester angestellten Valentine auf nach Genf, um sie dort bei ihren Eltern zurückzulassen und sich die Hörner auf der folgenden Rundreise durch Europa abzustoßen. Bis Genf kommen sie tatsächlich, doch dann nimmt Niccolos Reise ungeahnte Formen an. Er begegnet dem als verrucht geltenden, gleichfalls bekannten englischen Dichter Lord Byron und deckt schon bald dessen Geheimnis auf. Mit einigen weiteren Dichtern bildet er eine kleine Gruppe Werwölfe, die sich in der Nähe versteckt halten. Auch Niccolo trifft die folgenschwere Entscheidung, sich zu einem Werwolf transformieren zu lassen, die Verwandlung kann jedoch nicht vollendet werden. Erst Jahre später gelangt der junge Mann zu einer Erkenntnis.

Bekannte Dichter werden hier zu Wölfen in einer Geschichte, die ganz Europa umspannt und ihre Leser von Italien in die Schweiz, nach Spanien und Frankreich, schließlich nach Großbritannien führt – das alles über mehrere Jahre hinweg. Dabei fängt Christoph Hardebusch mit passenden Worten nicht nur die haarigen Gestaltwandler ein, sondern auch die Liebe zur Literatur und den Zeitgeist der Dichter. Unabhängig von Hardebuschs übrigen Büchern und in sich abgeschlossen, wenn auch mit offnem Ende versehen, wird der Weg Niccolos zwischen den Seiten lebendig.

Ist zu Beginn noch alles über den Dichterbund und seine Anhänger im Dunkeln, kommt Stück für Stück eine düstere Wahrheit über die Männer ans Licht. Niccolo erfährt ihre Geheimnisse am eigenen Leib und opfert schließlich sogar die viel versprechende Beziehung zu seiner großen Liebe Valentine, um sich Byron und den anderen anzuschließen. Die mit diesem Konflikt belastete erste Hälfte des Romans ist temporeich und mit dunkler Atmosphäre besetzt, mit Beginn der zweiten Hälfte entsteht allerdings ein Bruch, von dem sich Handlung und Spannungsbogen nur schwer erholen. In den Mittelpunkt rückt dann Niccolos Recherche zu den Werwölfen, die wesentlich ruhiger vonstatten geht. Erst gegen Ende kann die bekannte Stimmung wieder aufgenommen werden, die rasante Spannung sich in einem furiosen Finale zeigen. Besonders gut gelingen dem Autor einige wenige Kapitel, die aus Wolfssicht geschrieben sind und aus denen sich Einiges herauslesen lässt, was hier nur angedeutet wird, ohne genaue Zusammenhänge zu erstellen.

Sprachlich gliedert sich »Die Werwölfe« problemlos in die Reihe der übrigen Romane Christoph Hardebuschs ein, lässt aber nur stellenweise einen zum historischen Kontext passenden Ton durchleuchten.

Insgesamt gute Unterhaltung mit düsterer Atmosphäre und einer mehr als spannenden ersten, danach ruhigerer zweiter Hälfte.

Christoph Hardebusch: Die Werwölfe.
Heyne, September 2009.
512 Seiten, Taschenbuch, 14,00 Euro.

Janine Gimbel

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