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Tim Parks: Träume von Flüssen und Meeren
Jetzt bestellen bei amazon.de! Tim Parks ist ein Autor, dessen Genialität darin besteht, Themen der Zeit sowohl in ein höchst unterhaltsames - wie auch in ein gesellschaftspolitisches, analytisches Korsett zu zwingen. Wer bisher nur "Eine Saison mit Verona" gelesen hat (wohlgemerkt, eines der besten Fan - Fußballbücher überhaupt) und dann zu diesem fulminanten Werk mit dem wunderbaren Titel: "Träume von Flüssen und Meeren" gelangt, der vermag diese Bandbreite wohl kaum glauben. Ich habe den Umweg über seinen Roman "Stille" nehmen können, und nähere mich etwas gelassener dieser Prosaleistung. Wie in "Stille" geht es auch in seinem neuen Werk vordergründig um eine Vater - Sohn Beziehung, vielleicht eher um die Nichtexistenz dieser. Albert James, von dessen Tod wir sofort zu Anfang des Romans erfahren, ist (ich sage bewusst "ist") eine Art Kommunikationsanthropologe, der es zu seinem Forscherziel gemacht hat, zu beweisen, das kleinste Störungen von bestehenden kultur-sozialen Strukturen, dessen Ende bedeuten können. Fast schon Chaostheorie, oder? Nun, ich verstehe diesen Roman leicht metaphysisch, und meine damit nicht etwa "übersinnlich". Ich will es kurz machen und trotzdem Geschmack auf dieses Buch einfordern: Alle wichtigen "Protagonisten" dieses Buches, als da sind Alberts Frau Helen, die als Ärztin und eine Art Mutter Theresa, ihrem Mann in in die ärmlichsten und erbärmlichsten Slums der Erde folgt und hier in wilder Verzweiflung Leben rettet, wo ein paar Straßen weiter gleich zehn Mal so viel sterben.

John, Alberts Sohn John, verbringt seine Zeit eigentlich in einem Labor und untersucht die Zellstruktur des oder eines TB Bazillus im Allgemeinen, und dessen Mutations-. bzw. Aktivierung und De - Aktivierung mittels eines Enzyms, im Besonderen. Oder so. Seine Freundin ist heiß auf eine Rolle in einem Theaterstück und lässt sich zum Unwillen von John mit dem Regisseur ein. Dann haben wir noch einen amerikanisch propperen Wissenschaftsjournalisten, der, begeistert von den Schriften Albert James', eine Biographie über denselben machen will. Sie alle treffen sich im dampfenden, elenden indischen Dehli und Tim Parks versteht es, uns allumfassend mit einzubeziehen. Nie habe ich vorher so unglaublich nah, von Magenkrämpfen und Durchfallproblemen gelesen. Es schmerzt einen selbst bei der Lektüre. Eine wichtige Rolle bei der ganzen Geschichte spielt die Spinne. Ist klar, Netz, vernetzt, vernetzte Strukturen, wir hatten das weiter oben. Und nun mein metaphysischer Plot: Albert James, jetzt Tod, sieht auf all seine Schauspieler runter und fragt sich amüsiert, in welche Richtung das von ihm angezettelte Theaterstück geht. Ab und an äußert Helen diesen Verdacht in dem sie einmal mehr fragt: "Albert, warum hast du mich allein gelassen? Was willst Du mir sagen?" Gut, das weiß ich jetzt auch nicht so recht, aber dieser Roman macht Spaß, ist hohe Literatur, kurz absolut lesenswert.


Tim Parks: Träume von Flüssen und Meeren.
Kunstmann, Juli 2009.
512 Seiten, Hardcover, 24,90 Euro.

Fred Ape

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