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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Gerd Gaiser: Schlußball (1958)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Peter Gaiser zĂ€hlt zu den Nachkriegsliteraten der Gruppe 47, anders als die meisten ihrer Mitglieder ist er heute beinahe vergessen. Beharren auf die alten Dinge hat man ihm vorgeworfen, nicht loslassen von alten Gedanken und ĂŒberhaupt sei er ein ganz Überzeugter gewesen. Mag. sein, dass er das irgendwann mal war. In seinem 1958 erschienenen Roman „Schlußball“ ist davon wenig zu merken. Im Gegenteil distanziert er sich in den Worten eines seiner Protagonisten ganz deutlich: „Immer habe ich spĂ€t begriffen, weil ich so frĂŒh glaubte, ich wĂŒsste es schon.“ Wenige Seiten weiter entwirft er ein eindrucksvolles Schlussbild: Aus braunem, brackigem TĂŒmpel steigen Larven auf, entpuppen sich zu völlig andersartigen Libellen und fliegen schließlich dem neuen Tag entgegen.

Der Schlussball, der dem Roman seinen Namen gab, ist der Abschlussball einer Tanzschule in Neu-Pfuhl. Es geht um die Menschen in Neu-Pfuhl, der Stadt, deren Name schon zeigt, was sich in ihr finden wird. Multiperspektivisch treten die Menschen der Stadt auf und sprechen ĂŒber den Schlussball und wie es zu den tödlichen Ereignissen dort ihrer Meinung nach gekommen ist. Es sind die Übriggebliebenen, die dort auftauchen, Menschen mit Vergangenheit, Zerrissene, die ihre Zukunft noch nicht gefunden haben. Die meisten von ihnen sind auf der Suche nach GlĂŒck nach dem UnglĂŒck Krieg und die meisten von ihnen wissen nicht, wonach sie eigentlich suchen. Was bedeutet GlĂŒck in diesen Jahren des Wirtschaftswunders? Kann das Ziel das oberflĂ€chliche GlĂŒck sein, das man nach Jahren als JugendsĂŒnde abtut, oder ist es nicht doch vielleicht Teil von etwas gewesen, ĂŒber das man nicht mehr sprechen, nicht mehr nachdenken will. Die Schatten der Toten legen sich auf die GemĂŒter, wie der rote Ziegelstaub sich auf alles legt, was in Neu-Pfuhl stillsteht. Sprache spiegelt das Gesprochene.

Wer diese Jahre nicht erlebt hat und heute wissen möchte, warum die Generation unserer VÀter die verlorene Generation genannte wird, findet in diesem Buch vielleicht keine Antworten, aber wenigstens AnsÀtze, zu verstehen.

Gerd Gaiser: Schlußball (1958).
Fischer, 1962.
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Regina Lindemann

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