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Bernard Cornwell: Das Zeichen des Sieges
Jetzt bestellen bei amazon.de! Hundert Jahre (und einige mehr) dauerte der Krieg zwischen England und Frankreich. Eine lange Zeitspanne, die manche Legende hervorgebracht hat. Aber keine davon überstrahlt Agincourt - die verzweifelte Schlacht des Restes des englischen Heeres, die durch kaum weniger als ein göttliches Wunder am St. Crispian Tag mit einem ebenso unverständlichen wie glorreichen Sieg endete. Nicholas Hook, Geächteter, Schäferssohn, Bastard durfte daran teilhaben.

Wie die meisten nicht-adligen Engländer ist Nicholas von Kindesbeinen an mit dem Bogen vertraut. Er weiß, dass er gut damit ist, aber er bringt sich in Schwierigkeiten. Während einer Lollardenverbrennung drängt eine innere Stimme ihn, ein Lollardenmädchen vor dem Tod zu retten. Er versagt, aber trotzdem gilt er fortan in England als Geächteter. Im Schutz der Menge der Soldaten des englischen Heeres gelangt er nach Frankreich und dient bei der endlosen Belagerung von Harfleur. Als die Stadt endlich aufgibt, ist es für weitere Feldzüge eigentlich zu spät im Jahr, aber aufgeben hieße in diesem Falle das Gesicht zu verlieren für den englischen König Henry V. Wenigstens durch Frankreich bis zur englischen Bastion Calais möchte er ziehen, einfach um der europäischen Welt des 15. Jahrhunderts zu beweisen, dass er es kann. Denn trotz der Einnahme der Stadt geht seit seiner Landung im Feindesland so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. Das ruhrdezimierte- und geplagte Heer zieht also ostwärts. Aber die Pechsträhne ist noch nicht zu Ende. Die Somme-Brücken und -Furten sind bereits gesichert und Henry wird weiter nach Süden getrieben, als er es sich mit seinen wenigen Vorräten leisten kann. In der Nähe eines Nestes namens Agincourt kommt es schließlich zur Konfrontation mit dem französischen Heer, deren Heerführer mehr als genug Zeit hatten, alle verfügbaren Truppen gegen den Invasor zu sammeln - etwa 6000 Engländer stehen gegen 30000 Franzosen. Aber Henry ist überzeugt, dass es Gottes Wille ist, dass er der König von Frankreich ist und als die Schlacht beendet ist, scheint die Geschichte ihm Recht zu geben.

Die eigentliche Schlachtbeschreibung macht beinahe ein Drittel des Buches aus, die davorliegende Belagerung von Harfleur ist ebenso detailreich beschrieben, nichts für zarte Gemüter also, obwohl Bernhard Cornwell das wirklich ausgezeichnet dargestellt hat. Es ist ihm gelungen die Brutalität der Schlacht wiederzugeben, ohne ins Splattern zu verfallen. Seine Protagonisten stehen im Spannungsfeld zwischen ihrem festen Glauben an Gott und einem gewissen Pragmatismus angesichts der Ereignisse. Der feste Glaube des Mittelalters an die Rechtmäßigkeit dieses Krieges ist sehr glaubhaft beschrieben. Gleichzeitig sind die Protagonisten aber keine Verblendeten, sondern einfach wahrhaftig. Obwohl sie am Ende zu verstehen glauben, warum sie gesiegt haben, bleibt die Schlacht immer noch eine Legende, ein Wunder, etwas, über das man noch in tausend Jahren erzählen wird. Etwas vor dem man auch heute noch in staunendem Unglauben steht, auch wenn „Zauber“ und „Schlacht“ längst nicht mehr in einem Atemzug genannt werden. Selbst in einer Zeit, in der der Leser weiß (und auch durchaus bei Cornwell liest), dass es um morden und sterben ging, dass es dreckig und angsterregend war, bleibt es in diesem Roman ... sagenhaft.

Fazit: Historisch fundiert mit Gefühl für mittelalterliche Denkweise geschrieben. Durchaus lohnend zu lesen, aber man muss Spaß an Beschreibungen von historischen Waffen und Techniken haben.

Bernard Cornwell: Das Zeichen des Sieges.
Wunderlich, September 2009.
553 Seiten, Hardcover, 19,90 Euro.

Regina Lindemann

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