Der himmelblaue Schmengeling
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Glück ist für jeden etwas anderes. Unter der Herausgeberschaft von Katharina Joanowitsch versuchen unsere Autoren 33 Annäherungen an diesen schwierigen Begriff.
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Johan Theorin: Nebelsturm, gelesen von Johannes Steck u.a.
Jetzt bestellen bei amazon.de! Johan und Katrine Westin ziehen mit ihren Kindern nach Öland, eine Insel im Osten Schwedens. Nur durch eine Brücke ist sie mit dem Festland verbunden und der Hof Åludden befindet sich zudem abseits der übrigen Häuser in Küstennähe. Johan fährt für letzte Besorgungen zurück nach Stockholm, zur vorherigen Wohnung der Familie. Auf dem Rückweg erhält er einen Anruf. Die Polizistin Tilda Davidsson fragt nach seinem Aufenthaltsort und bittet ihn dann, schnellstmöglich nach Hause zu kommen. Nur widerwillig gibt sie ihm die Information, seine kleine Tochter sei gestorben. Johans Gedanken überschlagen sich, nur mühsam schafft er den Weg zurück auf die Insel, um vor Ort feststellen zu müssen, dass die Tote nicht seine Tochter, sondern seine Ehefrau Katrine ist! Sie sei ausgerutscht und ins Wasser gefallen, schließlich ertrunken. Der Mann fällt in ein tiefes Loch der Trauer und schafft es nicht, seinen Kindern die Wahrheit über den Verbleib der Mutter zu erzählen. Katrines Tod lässt ihm keine Ruhe. Was hat sie am Tag ihres Todes wirklich herausgefunden, was hat sich zugetragen?

»Nebelsturm« ist mehr als nur ein Krimi. Insbesondere die Hauptfigur des Joakim Westin sticht zwischen allen anderen hervor und wird vielschichtig gezeichnet. Um ihn herum entsteht eine Geschichte mit der Garantie zum wahren Gänsehaut-Gefühl. Die Kriminalhandlung wird gemischt mit Geistergeschichten, mit einem Mysterium, das das Haus der Westins umgibt. Allein dadurch ist durchgängig, in jeder Minute, eine zumindest unterschwellige Spannung vorhanden.

Auf den ersten Blick wirkt Katrine Westins Tod wie ein Unfall, vielleicht sogar ein Suizid. Sie geht – aus welchen Gründen auch immer – zum Wasser hinunter, stürzt auf der Mole, rutscht ins Wasser. Aus. Vorbei.
Nur der verschrobene Jerlov, ein Bekannter der Ermittlerin Tilda Davidsson, die sich um den Fall der Verstorbenen kümmert, hält an seiner Überzeugung fest, dass es sich um Mord handelt. Während sie den Fall zu den Akten legen will, gibt er keine Ruhe. Die Zuhörer müssen selbst entscheiden, was sie glauben. Mord oder Unfall? Und mal angenommen, es ist wirklich ein Mord, wer kommt als Täter in Frage? Nur sehr wenige Personen werden überhaupt in die Geschichte eingebracht, ein Motiv hat auf den ersten Blick keine von ihnen. Und so hört man von der ersten Minute an gespannt zu, kann sich kaum mehr losreißen. Etwa 356 Minuten vergehen wie im Flug, getragen von Johannes Steck, der jeder Situation mit seiner Stimme eine passende Atmosphäre mit auf den Weg gibt.

Gelungen sind an dieser Stelle auch die Rückblicke auf die Vergangenheit des Hofes, die Menschen, die ihn schon bewohnt haben, auf ihm zu Tode gekommen sind und dort etwas hinterlassen haben, und sei es nur ihr Name an einer Wand des Hauses. An dieser Stelle kommt Daphne Wagner als Sprecherin ins Spiel und lässt über einem Tagebuch ähnliche Eindrücke die Vergangenheit lebendig werden. Wenn das Feuer im Nordturm an der Küste erlischt, so heißt es in der Legende, wird jemand sterben. Rund um diese Legende werden Geschichten von Menschen gesponnen, denen ebendies zum Verhängnis wurde. Ein zentrales Motiv bleibt dabei auch immer der Nebelsturm, von dem der Titel des Werkes herrührt, ein Schneesturm, gepaart mit Sand vom Strand, in dem bereits des Öfteren Menschen verloren gegangen sind.

Gekürzt wurde nur wenig und sehr geschickt, so dass man beim Hören kaum etwas verpasst. Und hier lohnt sich das Hörbuch allemal! Die drei Sprecher sind gut aufeinander abgestimmt, jeder spielt seine Rolle. Johannes Steck spricht einen Großteil des Hörbuches, den eigentlichen Erzähler, die Szenen mit Fokus auf Joakim und Tilda. Daphne Wagner unterstützt ihn vor allem als die Stimme der Mirja Rambe, der Mutter Katrine Westins, und Ditte Schupp hat als Katrine einen kurzen Auftritt, der seine Wirkung dennoch nicht verfehlt.

Ein wunderbares, ausdrucksstarkes Hörerlebnis für kalte Tage – die Krimigeschichte entfaltet sich langsam und schlägt ihre Hörer voll und ganz in ihren Bann!

Johan Theorin: Nebelsturm, gelesen von Johannes Steck u.a..
Dhv – Der Hörverlag, Oktober 2009.
5 CDs, 21,95 Euro.

Janine Gimbel

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