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Peter Schwindt: Die Blume des Bösen - Morland Band 2
Jetzt bestellen bei amazon.de! Vor gute sechstausend Jahren erschĂŒtterte ein verheerender Krieg die Welt. Dem gnadenlosen BĂŒrgerkrieg zwischen den magisch begabten Eskatay und den normalen Menschen fiel nicht nur ein Großteil der Bevölkerung, sondern auch deren zivilisatorischen Errungenschaften zum Opfer. Seitdem sind Magier, seien es die kĂŒnstlich erweckten Eskatay oder die geborenen Gist, verpönt, werden gejagt und gnadenlos ausradiert.

Ein weiteres Erbe hat der Krieg den Überlebenden hinterlassen. Einen Planeten, in dem Rohstoffe rar sind, auf dem diese zunehmend zu Neige gehen. Zwischenzeitlich haben sich die Menschen wieder ein wenig aufgerappelt, Dampfbetriebene Maschinen helfen Produkte industriell herzustellen, Luftschiffe ziehen fliegenden Zigarren gleich durch den Himmel, die Bahn verbindet die StĂ€dte des Reiches.

Morland; eines der LĂ€nder hat das Joch eines gigantischen, die Menschen versklavenden Konzerns abgeschĂŒttelt und eine Demokratie errichtet. Was der Mann von der Strasse aber nicht weiß ist, dass die FĂŒhrung des Landes, die zehn mĂ€chtigsten MĂ€nner und Frauen alle an einer Blume, der Eskaton geschnĂŒffelt haben. Seitdem sind sie zwar unfruchtbar, dafĂŒr haben sich ihre besonderen KrĂ€fte entwickelt. Der Eine kann Gedanken lesen, der nĂ€chste Teleportieren oder Beeinflussen. Nun gilt es die eigene Macht zu konsolidieren, zumal niemand ahnen darf, dass sich ihre Macht ausgerechnet auf die verpönten Gaben der Eskatay stĂŒtzt.
Um weiter zu forschen und ihre Macht zu sichern brauchen sie nichts nötiger als einen der naturbegabten Gist. Die Jagd ist eröffnet. Gleichzeitig stĂ¶ĂŸt einer der Wissenschaftler der Eskatay auf das Geheimnis der Vermehrung der Eskaton-Pflanzen, die die Metamorphose der Menschen zu Eskatays auslöst. Eine geheimnisvolle Strahlung, die von uralten metallenen FundstĂŒcken ausgeht, fĂŒhrt zu Vermehrung der Pflanzen. Dass die Strahlung menschliches Leben vernichtet, dass die Suche nach dem Relikten gravierende Opfer unter den als Bergleute eingesetzten StraftĂ€tern fĂŒhrt ist den Herrschenden egal. Es gilt die eigene Macht zu sichern - koste es was es wolle. Doch wie wird dem Mann von der Strasse auf die Neuigkeit reagieren, dass Eskatay die wirtschaftlichen und politischen Schaltstellen der Macht ĂŒbernommen haben? Ein BĂŒrgerkrieg droht, der sich durch ein profanes Mittel abwenden lĂ€sst - UnterdrĂŒckung einer totalitĂ€ren Staatsmacht ...



MittelbĂ€nde von Trilogien sind fĂŒr jeden Autor ein schwieriges Terrain. Ganze Bibliotheken ließen sich mit Rezensionen zu Mittelteilen fĂŒllen, die denselben bescheinigen, die Erwartungen ihrer Leser nicht erfĂŒllt zu haben. VerrĂ€t man zu viel, bleibt fĂŒr das möglichst dramatische Finale nichts mehr ĂŒbrig, offenbart man zu wenig, langweilt sich der Leser nur allzu oft.

Peter Schwindt hat die goldene Mitte getroffen; und fĂŒhrt seine Handlung packend weiter. In einem Steampunkt-Plot spricht er dabei durchaus ernste Themen an.
Wie weit darf Forschung, dĂŒrfen Wissenschaftler gehen, bevor sie sich an ihren Mitmenschen versĂŒndigen? Bevor das Erforschte zur UnterdrĂŒckung und zu Krieg missbraucht wird? Wo bleibt die Freiheit in einem Staat, der sich eigentlich das Wohl seiner BĂŒrger auf die Fahnen geschrieben hat. Inwieweit sind Politiker durch die ihnen verliehene Macht korrumpierbar - Fragen, die alle angeschnitten werden, auf die naturgemĂ€ĂŸ aber auch Peter Schwindt keine einfachen Antworten bieten kann.

Verpackt hat er dies in eine spannende, teilweise ergreifende Handlung in er insbesondere die ZustĂ€nde in dem sich zu einem totalitĂ€ren UnterdrĂŒckungsstaat wandelnden Morland eindringlich schildert. So verfolgen wir durch die Augen unserer junger Gris, aber auch den als Aufwiegler und Andersdenkenden ins GefĂ€ngnis geworfenen ehemaligen Kriminalkommissars quasi von innen mit, wie die Bevölkerung unter den Durchsuchungen und der UnterdrĂŒckung zu leiden hat.

Nicht vergessen wird aber auch, die andere Seite. Ein eigentlich wohlmeinender Wissenschaftler, der zum Eskatay aufstieg befindet sich innerlich im Zwist mit sich selbst. Überleben wird nur der Staat, der am stĂ€rksten ist - doch sind die Opfer das Ergebnis wert?

Das Gebotene liest sich flĂŒssig, wobei kleinere stilistische Holprigkeiten kaum ins Gewicht fallen. Zu dramatisch bietet sich die erneut mit einem Cliffhanger endende Handlung, die Neugierig macht, wie es mit Morland weitergehen wird.

Peter Schwindt: Die Blume des Bösen - Morland Band 2.
Ravensburger Buchverlag, Oktober 2009.
396 Seiten, Hardcover, 16,95 Euro.

Carsten Kuhr

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