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Marina Lewycka: Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch
Jetzt bestellen bei amazon.de! Nicolai Alexejewitsch Majevski lebt in seinem Haus in einer englischen Kleinstadt und hat noch viel vor. Nicht nur, dass der ehemalige Ingenieur fleißig an seinem Lebenswerk, einem Buch über die titelgebende Geschichte des Traktors, arbeitet. Nun will er im reifen Alter von vierundachtzig noch einmal heiraten. Seine Auserwählte ist eine aufgebrezelte Ukrainerin mit wasserstoffblonder Mähne und Silikonbusen. Dass Valentina fast fünfzig Jahre jünger ist als er und es eher auf die begehrte Aufenthaltserlaubnis in England und auf allerhand westlichen Luxus abgesehen hat, ficht ihn nicht an. Umso mehr in Aufruhr geraten seine beiden Töchter Nadeshda und Vera, zwei gestandene Frauen mittleren Alters, die mit ansehen müssen, wie ihr Vater sich ausnehmen lässt und obendrein von der neuen Gattin grob vernachlässigt und misshandelt wird. Die beiden grundverschiedenen und vorher verkrachten Schwestern begraben das Kriegsbeil und versuchen den alten Mann aus den Klauen der Superschlampe zu befreien. Dabei werden sie auch mit unangenehmen Wahrheiten über die eigene Familie, über das Leben der Eltern in der Ukraine und deren Flucht nach England konfrontiert...

Das Romandebüt der englischen Autorin mit ukrainischen Wurzeln wurde auf Anhieb zum Sensationserfolg. Es wurde für den Booker Preis nominiert und ging bereits nach wenigen Monaten in die fünfte Auflage. Diese Begeisterung kann ich nur bedingt teilen. Nun bietet der Plot einiges Potential für eine tragikomische Geschichte, die Story hat einen gewissen Charme, und die Autorin ist bemüht, ihre Figuren und deren Handlungsweise im Laufe des Romans zu differenzieren. Selbst die raffgierige Valentina erscheint angesichts der desolaten Situation in ihrer Heimat in milderem Licht. Auch gibt es durchaus einige anrührende, komische und zum Nachdenken anregende Szenen..

Dumm nur, dass das Ganze sprachlich recht hölzern umgesetzt ist und dass es zu viele Wiederholungen und zähen Leerlauf gibt. Auch der gänzlich humorfreie Telefon- Zickenkrieg zwischen der sich stets politisch korrekt dünkenden „Sozialistin“ und Ich-Erzählerin Nadja und ihrer konservativen, nüchtern-realistischen Schwester Vera langweilt den Leser bald. Lewycka verheddert sich beim Bemühen, zwei Immigrantenschicksale- das der Eltern und das Valentinas- miteinander zu verknüpfen. Das Ergebnis ist nicht Fisch und nicht Fleisch, sondern eine breitgestampfte Geschichte ohne Überraschungen, die ihr Potential weitgehend verschenkt.

Marina Lewycka: Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch.
Deutscher Taschenbuch Verlag, München, Oktober 2006.
360 Seiten, Taschenbuch.

Susanne Tank

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