Madrigal für einen Mörder
Madrigal für einen Mörder
Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Lin Jun: Mein deutscher Geliebter
Jetzt bestellen bei amazon.de! Das Mädchen An’An wächst in China auf und bekommt von ihren Eltern statt ausschweifender Liebe vor allem eins mit auf den Weg, Ehrgeiz, der immer und immer wieder nach Leistung und Anerkennung strebt. Was Liebe ist, lernt sie auf diesem Weg nicht und so beginnt sie als junge Teenagerin danach zu fragen. Schnell erfährt sie die Bedeutung von „Rein-Raus“, Sex, in diesem Zusammenhang. Aber ist Liebe gleich Sex? Ihre Suche treibt sie im jungen Erwachsenenalter nach Deutschland zum Studium, bereits mit einem vorzeigbaren Männer-Repertoire an kurzlebigen Beziehungen und Geschichten einer einzigen Nacht. Dann trifft sie auf den Deutschen Max und alles ändert sich grundlegend. Ist das wirklich Liebe?

Lin Jun wurde ebenfalls in China geboren und kam 1997 nach Deutschland, um zu studieren. Ihren Debütroman »Mein deutscher Geliebter« hat sie – das fällt allein durch manche unglückliche Formulierung im Text ins Auge – auf Deutsch verfasst. Biografische Züge lassen sich kaum von der Hand weisen. Sie wirft interessante Fragen nach der Beziehung zwischen Liebe und Sex auf, eingewoben in die Geschichte von Vivian, wie sich An’An in Deutschland nennt, und ihrem Geliebten Max. Der lässt sich als purer Geliebter allerdings nicht abspeisen, obwohl er schon eine Scheidung hinter sich hat. Vielmehr möchte er stärker an Vivians Leben teilhaben, auch nach dem Sex noch bleiben und kuscheln, mit ihr gemeinsam am nächsten Morgen die Augen aufschlagen.

Als interessant anzumerken ist der Aufbau des Romans. Zwei Handlungsstränge werden vorgestellt, Vivians gegenwärtige Erfahrungen in Deutschland, die mit dem Kennenlernen von Max einsetzen, und ein Blick in die Vergangenheit, der die kleine An’An im Kindesalter und als Jugendliche begleitet. Als Leser erhält man so Stück für Stück Hintergrundinformationen aus dem Leben der jungen Frau, die Informationen, nach denen sich Max so sehr verzehrt. Es entstehen zwei Bilder ein und desselben Menschens, in China, als Teil eines Regimes, und Deutschland, als frei entscheidende Frau auf eigenen Beinen. Der Frage, wie Vivians Bild von der Liebe als „Illusion“ entstanden ist, kann die Autorin so detailliert nachgehen.

Obwohl geschlechtliche Liebe einer der zentralen Pfeiler dieses Buches ist, hält sich Lin Jun bei der Beschreibung derselben dezent zurück. Wer Derartiges erwartet, muss definitiv zu seinem anderen Buch greifen. Hier geht es nicht um sexuelle Praktiken, sondern den Gegenstand an sich und seine Funktion im Kontext der Liebe. Auf ausschweifende Beschreibungen wird verzichtet.

Lin Juns Rechnung geht auf, es entsteht ein interessantes Gesamtbild über eine ernste Frage, das durch die Aspekte China – Deutschland noch zusätzlich bereichert wird.

Lin Jun: Mein deutscher Geliebter.
Droemer, Oktober 2009.
384 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,95 Euro.

Janine Gimbel

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