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Tilman Röhrig: Caravaggios Geheimnis
Jetzt bestellen bei amazon.de! Palermo, 1969: Zwei Männer entwenden das Gemälde „Natività“ des berühmten Malers Caravaggio aus einer Kirche der Stadt. Bis heute fehlt von dem Kunstwerk jede Spur! Tilman Röhrig begibt sich in seinem historischen Roman auf die Spuren seines Urhebers, Michelangelo Merisi von Caravaggio. Deshalb führt die Haupthandlung die Leser zurück nach Caravaggio in Italien. Es ist das Jahr 1571 und die Barockzeit bricht allmählich an. Beschrieben wird die Lebensspanne des Malers, von seiner – knapp gehaltenen – Kindheit, über die Jugend, bis ins Alter hinein. Seine Lehrzeit bei Simone Peterzano in Mailand findet gleichermaßen einen Platz in der Geschichte wie spätere Schaffensjahre in Rom. Zu Caravaggios Biografie allerdings gilt Einiges nicht als ausreichend erforscht, so dass Tilman Röhrig vor allem aus der Fiktion schöpft.

Dennoch entstehen authentische Bilder eines Lebensstils im 16. Jahrhundert, eben nicht beschönigt und sympathisch gezeichnet. Vor allem Caravaggios dunkle Seite und die Kehrseite des Ruhms werden hier betont. Im Mittelpunkt steht der Maler als Mensch, mit derjenigen Seite, die dem Rampenlicht abgekehrt war. Selbst die schlechte Quellenlage muss dieses Buch noch nicht zum Scheitern verdammen. Historische Romane begehen fast immer eine Gratwanderung zwischen Realität und Fiktion. Tilman Röhrig jedoch überzeichnet seinen Protagonisten ohne Gnade. Er wird nicht müde, immer wieder seine gewalttätigen Neigungen, fragwürdigen sexuellen Orientierungen und schlechte Eigenschaften zu betonen. Wie die junge Paola, die Caravaggio noch aus seinem Heimatort kennt, in diesem Kontext darauf kommt, den Maler lieben zu wollen, bleibt bis zuletzt nicht nachvollziehbar. Während der Protagonist viel zu viel Aufmerksamkeit erhält, bleiben die übrigen Figuren hingegen blass; nettes, aber nicht nötiges Beiwerk zur eigentlichen Geschichte.

Viele der vorgestellten Szenen sind langatmig aufbereitet, Belangloses nimmt viel Raum ein, bringt die Handlung allerdings nur geringfügig weiter. Die ständigen Wiederholungen bereits bekannter Charakterzüge sind dabei auch nicht hilfreich. Der Beginn des Romans, etwa bis zum Ende der Jugendzeit, mag noch gut aufbereitet sein. Hier geht es stetig voran, Nichts braucht übermäßig Zeit oder Raum. Dann jedoch kommt die Geschichte ins Stocken, bewegt sich oftmals im Kreis. Historische Details, besonders rund um den Vatikan und Religion an sich, sind zweifellos toll in das Geschehen eingebunden, jenseits dieses Kontextes überzeugt das Buch nur geringfügig.

»Caravaggios Geheimnis« hat sicher stellenweise Stärken, der Gesamteindruck allerdings kann nicht überzeugen. Ein langatmiges Buch, dessen Inhalt so viel kürzer gefasst werden könnte.

Tilman Röhrig: Caravaggios Geheimnis.
Pendo, September 2009.
489 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Janine Gimbel

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