Der himmelblaue Schmengeling
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Wolfgang Hohlbein: Die Chronik der Unsterblichen - Episoden, Blutkrieg
Jetzt bestellen bei amazon.de! Andrej und der Mohr Abu Dun befinden sich nunmehr seit rund 200 Jahren auf Kriegszug. Ihre Vendetta gegen ihre Artgenossen, die Vampire, die die Menschen bestehlen, knechten und foltern hat ihnen in ihren Kreisen einen Ruf eingebracht. Als sie an der Küste einen schwer verletzten Mann und einen verängstigten Jungen entdecken, die von etwas Bösem verfolgt werden, ist klar, dass sie zu Hilfe eilen. Ein Schiff beschießt die Siedlung der Flüchtlinge und droht das Dorf zu vernichten. Abu Dun und Andrej entern die Kogge und beenden die Bedrohung nur um feststellen zu müssen, dass sie in die Falle gegangen sind und die Flaschen getötet haben. Während die Menschen auf dem Schiff starben, amüsierten sich die Vampire an Land über den gelungenen Coup. Angesichts der Übermacht beschließen unsere beiden den Toten zumindest die letzte Ehre zu geben, und die Leichen der tapferen Vampirjäger nach Hause zu überführen. Doch unterwegs werden sie von magischen Raben bedrängt, die die Toten auferstehen lassen, havarieren an der Küste einer im grausigen Griff des ewigen Eises zitternden Insel, werden von Traumspinnen betäubt, von Hexen verführt und von Werwölfen auf die Ruderbank gepresst...

Vor gut zehn Jahren, als Wolfgang Hohlbein zwar schon bekannt, aber noch nicht der umworbene Bestsellerautor war, der er heute ist, erschien der erste Roman einer projektierten Trilogie im vgs Verlag. Es ging um die damals wie heute so beliebten Vampire. Statt uns aber mit dem x-ten Aufguss des Grafen mit seinem dunklen Cape zu langweilen, überraschte der Autor mit einem ungewöhnlichen Heldenduo. Der zunächst gnadenlose Söldner Andrej und sein Freund, der ehemalige Pirat Abu Dun, ein Mohr zu Zeiten der Türkischen Belagerung Wiens - das bot eine etwas andere Sichtweise, das barg frische Ansätze.

Die Beiden waren über Jahre hinaus auf der Suche nach Erkenntnissen. Was machte sie zu langlebigen Vampiren - war es ein Gottesfluch, eine Krankheit, ein Geschenk - und zogen quer durch ein von Krieg und Seuchen verwüstetes Europa. Viel von der Faszination der Titel kam aus dem Zusammenspiel zwischen historisch belegten Schauplätzen und der Suche nach Wissen.

In vorliegendem Band geht der Autor einen neuen Weg. Insgesamt fünf miteinander verbundene Novellen erwarten den Käufer. Die Geschichten lesen sich stilistisch wie inhaltlich recht unterschiedlich.
Ich hatte ein wenig den Eindruck, dass der Autor die Texte über einen recht langen Zeitraum verfasst hat, und die Erzählungen für die vorliegende Veröffentlichung überarbeitet und vielleicht auch nachträglich erst auf Andrej und Abu Dun zugeschnitten hat. Geboten werden gewohnte Versatzstücke von Gruselromanen, Zombies, Hexen und Werwölfe inklusive, ohne dass es den jeweiligen Texten aber gelang, mich wirklich zu packen. Das mag damit zusammenhängen, dass das Pfund mit denen die letzten Romane wucherten, die faszinierende, weil sorgfältig recherchierte Beschreibung der Handlungsorte diesmal gänzlich fehlte, oder dass man auf einen wirklich charismatischen Antagonisten vergebens wartete. So las sich das Buch über weite Strecken eher wie eine Aneinanderreihung von Gruselheftchen, die nachträglich passend gemacht wurden, als wie eine Sammlung von eigenständigen Novellen, die die Handlung zu neuen Ufern führen würden oder bislang brach liegende Felder bearbeiten würden. Unsere Helden agieren schablonenhaft, die Szenarien sind austauschbar und von den abgedroschenen Witzen, die bei jeder passenden oder auch unpassenden Situation gerissen werden müssen, wollen wir mal gar nicht reden.

Warten wir also auf den eigentlich schon für 2006 angekündigten nächsten Roman - »Das Todesschiff« - und hoffen auf Besserung. Von vorliegendem Werk sollten die Käufer lieber die Finger lassen - es lohnt sich leider nicht.


Wolfgang Hohlbein: Die Chronik der Unsterblichen - Episoden, Blutkrieg.
Egmont vgs, Köln, April 2007.
341 Seiten, Hardcover.

Carsten Kuhr

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