Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
Als Punk- und Rock-Musiker und auch als Filmmusik-Komponisten (z.B. in Wim Wendels âHimmel ĂŒber Berlinâ) kennt man Nick Cave. Jetzt hat der 52-jĂ€hrige Australier seinen zweiten Roman veröffentlicht. Und âDer Tod des Bunny Munroâ ist ein Buch wie im Rausch eines RockânâRollers. Ein bisschen ein psychedelisches Buch, auf jeden Fall ein sexuallastiger Roman.
Caves Titelheld lĂ€sst sich treiben. In der Sprache und durch sein Leben als Vertreter von Kosmetikprodukten. Seine Frau ist gestorben, an seiner Seite ist sein neunjĂ€hriger Sohn Bunny junior, Vater Bunny senior stĂŒrzt ihn â wie der Titel verrĂ€t â ins Verderben. Dem LĂŒstling Bunny fĂ€llt es schwer, auf dieser Welt ein glĂŒcklicher Mensch zu sein. Das klingt aus jeder Zeile des Romans. â FĂŒr Fans von Nick Cave ist das interessante LektĂŒre, fĂŒr alle anderen eine gewöhnungsbedĂŒrftige, die ins Uferlose treibt ohne Halt zu geben.
Nick Cave: Der Tod des Bunny Munro.
Kiepenheuer und Witsch, September 2009.
320 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.