Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten
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In diesem Buch präsentiert sich die erfahrene Dortmunder Autorinnengruppe Undpunkt mit kleinen gemeinen und bitterbösen Geschichten.
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Paolo Giordano: Die Einsamkeit der Primzahlen
Jetzt bestellen bei amazon.de! „Die Einsamkeit der Primzahlen“ ist eines der bezauberndsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Die Sprache des gerade einmal 26-Jährigen Paolo Giordano ist ein wahrer Genuss. Ich bin beim Lesen über so viele schöne Stellen gestolpert, die ich mir natürlich alle sofort markieren musste ;-) Jeder Deutschlehrer würde aufgrund der vielen Schachtelsätze wahrscheinlich einen Koller kriegen, aber es lohnt sich, sich die Sätze immer und immer wieder auf der Zunge zergehen zu lassen.

Hier nur mal ein Beispiel:

„Man stößt auf immer weniger Primzahlen, die verloren dastehen in diesem lautlosen, monotonen, nur aus Ziffern bestehenden Raum, und es beschleicht einen das Gefühl, dass die Pärchen, die einem bis dahin begegnet sind, rein zufällig zusammenstanden und dass es eigentlich ihr Schicksal ist, allein zu bleiben. Aber dann, wenn man schon aufgegeben und nicht mehr weiterzählen will, stößt man auf ein weiteres Pärchen von Zwillingen, die sich, eng umschlungen, aneinander festhalten. […] Für Mattia waren sie beide, Alice und er, genau dies, Primzahlenzwillinge, allein und verloren, sich nahe, aber doch nicht nahe genug, um sich wirklich berühren zu können. Er hatte ihr diese Gedanken niemals anvertraut, und wenn er sich vorstellte, wie er ihr davon erzählte, verdampfte die dünne Schweißschicht auf seinen Händen vollends, sodass er zehn Minuten lang keinerlei Gegenstände mehr berühren konnte.“

So, jetzt aber genug geschwärmt und zum Inhalt des Romans. Die Geschichte handelt im Prinzip nur von zwei Figuren: Mattia und Alice. Ein einziger Tag in ihrer Kindheit entschied über ihr ganzes Leben. Alice verlor für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem ehrgeizigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart – bis er Alice kennenlernt, sieben Jahre später auf dem Gymnasium. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Doch mit den Jahren wird die Kluft zwischen ihnen größer und größer. Bis sie sich entscheiden müssen.

Ausgezeichnet wurde Giordanos Romandebüt übrigens mit Italiens renommiertestem Literaturpreis – dem „Premio Strega“. Mit 26 Jahren ist er der jüngste Gewinner aller Zeiten. Das Buch ist ein absolutes Muss für jeden Sprach-und Literaturbegeisterten. Also eigentlich jeden!!!

Paolo Giordano: Die Einsamkeit der Primzahlen.
Blessing, August 2009.
368 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Nadine Roggow

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