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Lisa Genova: Mein Leben ohne Gestern
Jetzt bestellen bei amazon.de! Alice hat in ihrem Leben alles erreicht, wovon die meisten Menschen nur träumen können. Sie und ihr Mann lehren an der Harvard University und reisen durch die halbe Welt zu Tagungen und Lehrveranstaltungen. Die Kinder sind bereits groß und aus dem Haus, Alice und John stehen alle Möglichkeiten offen. Doch dann beginnt Alice immer vergesslicher zu werden. Vorerst schiebt sie das auf die herannahende Menopause und nimmt die Veränderungen auf die leichte Schulter. Als sich die Situation zuspitzt, lässt sie sich untersuchen, woraufhin klar wird, dass die körperlichen Veränderungen nicht der Auslöser der Vergesslichkeit sind. Wenig später wird Alice mit einer frühzeitigen Form von Alzheimer diagnostiziert – und das, obwohl sie erst 50 ist! Ein harter Kampf gegen einen Gegner, den man nicht besiegen kann, beginnt für sie und John.

Im Mittelpunkt des Romans steht eine amerikanische Elitefamilie, die sich wirklich über nichts in ihrem Leben beschweren kann. Geld hat sie im Überfluss, Alice und John sind anerkannt unter ihren Kollegen, haben mehr oder minder erfolgreiche Kinder großgezogen und es gibt schlichtweg nichts, über das sie sich beklagen können. Das bricht der sonst sehr gelungenen Geschichte fast das Genick. In dieser Elite findet man sich als Otto Normalverbraucher schwer wieder und sucht ständig nach Anhaltspunkten und Verbindungen zum eigenen Leben. Doch gerade als es schlichtweg unerträglich wird, dieser Familie zuzusehen, schwenkt die Autorin in der Stimmung der Geschichte um und bekommt quasi die Kurve. Auf einen Schlag stehen ganz elementare menschliche Gefühle und ein Identitätsverlust im Raum.

Wie ihre Protagonistin hat auch die Autorin Lisa Genova einen Abschluss in Doktortitel in Neuropsychologie und kennt sich mit der Materie rund um Alzheimer bestens aus. Ihr Wissen verpackt sie der Situation angemessen im Buch, ohne dieses zu einem Lehrstück werden zu lassen. Sehr bedrückend wird »Mein Leben ohne Gestern« durch einen kleinen Fragenkatalog, den Alice für sich aufstellt, um ihr Gedächtnis zu trainieren. Mit jeder fortschreitenden Seite spürt man, wie sie immer weniger behalten kann, schließlich sogar nicht einmal mehr das Geburtsdatum ihrer Tochter genau bestimmen kann. Besonders das letzte Drittel dieses Romans ist sehr direkt geschrieben und geht unter die Haut – was zuletzt auch an der von Alice aufgesetzten Datei mit den Namen Schmetterling liegt, die sie erst öffnen soll, wenn sie nicht mehr in der Lage ist, den kleinen Fragenkatalog exakt zu beantworten.

Nach holprigem Einstieg entwickelt sich dieses Buch zu einem wahren Wunderwerk. Bewegende, tief greifende Lektüre, die sich nicht zwischendurch abhandeln lässt.

Lisa Genova: Mein Leben ohne Gestern.
Lübbe, Oktober 2009.
320 Seiten, Taschenbuch, 16,99 Euro.

Janine Gimbel

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