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Heinrich Peuckmann: Armentafel
Jetzt bestellen bei amazon.de! Wer Romane schreibt, muss sich der Kritik stellen. Wer an die Öffentlichkeit geht mit seiner wie immer gearteten Kunst, muss sich eine Bewertung gefallen lassen, Ich muss auch seit Jahrzehnten damit leben. Ich veröffentliche Songs. Manchmal weiß ich relativ schnell, dass ein grade fertig gestellter Text, lieber in der Schublade bleiben sollte. Und viele bleiben da auf ewig liegen. Heinrich Peuckmann hätte dieses Büchlein auch lieber nicht zum Lektorat gebracht, wenn es überhaupt eins durchlaufen hat. Was mich ärgert, ist, dass plötzlich Autoren mit theologischer Ausbildung den Markt mit Krimis betreten und ich denke dabei, man, was müssen die Zeit haben. Einerseits sowieso gut bezahlt und unkündbar (Lehrer oder Pfarrer, oder in Personalunion), andererseits sich selbst noch das eigene Ego kitzeln, in dem man Romane veröffentlicht. Ich habe tatsächlich schon zwei Peuckmann Romane gelesen (-Schillers Vermächtnis- und –Teufelszeug-) und habe relativ milde abgestimmt. Gut durchdachte Krimis aus Dortmund. Man kann quasi mit dem Hauptkommissar die Straßen nachfahren. Das ist schon verrückt und auch nachvollziehbar. Auch die Stories relativ stimmig und er bemüht sich immer um ein überraschendes Ende. Ein Krimi aus dem Neonazi Müll Bereich, der andere siedelt eher bei „Sekten“ an. Aber eben nur vordergründig. Schade ist, dass er immer wieder zeigt, was er gelernt hat: Theologie, Philosophie, etc…Man liest es und denkt, ach ja, das steht ja auch auf dem Buchrücken, dass der davon Ahnung hat. Und so hebt es sich irgendwie auf. Es ist etwas schal, wenn man die Erkenntnisse seines Berufslebens unbedingt immer einarbeiten will. Seis drum. Aber sein letzter Roman, eben "Armentafel", wirkt irgendwie lieblos dahin geworfen, und man denkt die ganze Zeit, und dann wird es wirklich kritisch: das kann ich auch! Und wenn man so weit ist, sollte man das Buch weg legen. Peuckmann wagt sich diesmal in das Obdachlosen Milieu, kariert schwarz weiß die "Reichen im Süden" (hoho, eine falsche Spur) und konstruiert eine wirre Geschichte über das Leben auf der Platte, oder in diesem Fall in einer Zeltstadt für Gestrandete im Wald der südlichen Reichen und Schönen. Er muss zwei Morde einarbeiten, ist ja ein Krimi und mäandert den Schluss und die wahren Schuldigen ins südosteuropäische Ausland. Dazwischen eine lachhafte Krise mit seiner aktuellen Freundin, denn als Kripomann hat man schon a priori gescheiterte Beziehungen hinter sich, die sich im heiteren Licht einer münsterschen Singlewohnung, inkl. ihrem Sohn aus erster Ehe, ins Nichts auflöst. Dazu nehme man noch eine Prise BVB und die offensichtliche Krise dieser Stadt auf allen Ebenen: fertig ist die Lauge. So geht das aber nicht.

Heinrich Peuckmann: Armentafel.
Aschendorff, 2009.
222 Seiten, Taschenbuch, 12,80 Euro.

Fred Ape

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