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Jenny Nimmo: Charlie Bone und der scharlachrote Ritter – Charlie Bone Band 8
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Stellen Sie sich vor, lange bevor eine Sozialhilfeempfängerin namens J. K. Rowling auf die Idee kam, einen jungen Zauberer in einem Internat ausbilden zu lassen, und gegen böse Magier ins Rennen zu schicken hatte bereits eine andere Autorin eine ähnliche Idee.

Jenny Nimmo entwarf, Jahre vor der späteren Multimillionärin die Welt des Charlie Bone. Zusammen mit anderen magisch talentierten Kindern besucht Charlie die Bloor Akademie, ein Zauberer-Internat das als Handlungsort für einen spannenden Plot dient.

Vor Jahrhunderten regierte der Rote König mit seinen Zaubergaben die Stadt. Seine Kräfte vermachte er seinen Nachfahren, die sich in den folgenden Generationen entzweiten. Auf der einen Seite stehen nun die Bloors – böse, fiese und finstere Zauberer, denen es nur um ihr eigenes Wohl auf Kosten der Anderen geht. Ihnen gegenüber stehen ein paar wenige Aufrechte, die ihre Gaben zum Schutz der Stadt und ihrer Bewohner einsetzen. Dass es sich bei diesen zumeist um Kinder handelt, und dass Charlie Bone, selbst noch Schüler an der Akademie, einer ihrer wichtigsten Streiter ist, erschwert ihnen ihren Kampf.

Zwischenzeitlich aber haben unsere Helden schon einiges Erreicht. Böse Pläne konnten vereitelt, den Bloors so mancher Strich durch die Rechnung gemacht werden. Dabei wurde zwar Charlies seit Jahren verschollener Vater aus dem magischen Bann, mit dem ihn die Bloors gefesselt haben erlöst, gleichzeitig aber verloren sie Billy an den finsteren Schattenlord. Billy, eigentlich mutmaßlicher rechtmäßiger Erbe der Bloor-Akademie und seiner Schätze wurde mittels eines Bildes und dunkler Magie tief in die Vergangenheit gerissen. Nur Charlie könnte ihn retten – doch dazu wäre sein Zauberspiegel vonnöten, und den hat man ihm entwendet.

Als ein unheimlicher Nebel fast alle nichtmagischen Menschen aus der Stadt treibt wird auch dem Letzten klar, was die Stunde geschlagen hat. Graf Harken, der finstere Schattenlord will in seine alte Heimatstadt zurückkehren, oder, so dies nicht gelingen sollte, diese in sein Reich ziehen. Erneut ist es an Charlie und seinen Freunden, sich dem Bösen entschieden in den Weg zu stellen, auch wenn sie gegen den Herren der Meere, gegen lebendig gewordene Steinfiguren und Schwertkämpfer aus der Vergangenheit kaum eine Chance haben. Doch da greift ein Streiter auf ihrer Seite ein, mit dem niemand mehr gerechnet hat – der scharlachrote Ritter ist zurück ...


Jenny Nimmos Saga um den Zauberlehrling Charlie Bone und seine Freunde hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich fortentwickelt. Was als einfach gestrickte Kinderfantasy begann, das hat zwischenzeitlich deutlich differenziertere Töne angenommen. Zwar ist die grobe Unterscheidung zwischen Gut und Böse immer noch sehr deutlich, doch mehr und mehr mischen sich Grautöne ins Bild. Dazu kommt, dass die Handlung, zusammen mit den Lesern, immer mehr wächst. Das ist beileibe keine einfache Geschichte von der Auseinandersetzung Charlies gegen Manfred Bloor, in Streichen, die keine wirkliche Gefahr bergen mehr, das wird für die Beteiligten immer gefährlicher. Erste herbe Verluste waren zu verdauen, nur dem Eingreifen der mysteriösen Feuerkatzen ist es zu verdanken, dass nicht einer der ihren auf den Friedhof gelandet ist.

Neuleser werden es schwer haben, sich in der Handlung zurechtzufinden. Immer wieder wird auf vorherige Bände Bezug genommen, wirken frühere Handlungen fort.

Deutlicher als bislang merkt man den Figuren auch an, dass sie gewachsen sind. Vorbei ist es mit der fast jugendlichen Unbekümmertheit, mit der sie ans Werk gingen und in den Kampf zogen. Jetzt wird zunächst nachgedacht, auch über die Kosten ihrer Aktionen, wird hinterfragt, ob man sich den Kampf wirklich zumuten muss. Natürlich greifen sie den Stab auf und stellen sich ihrer Verantwortung, doch der Reifeprozess ist unübersehbar.

Dass die Autorin ihre Handlung mit vorliegendem Band etwas abrupt zu einem Abschluss bringt, hat mich überrascht.
In einem Show-Down, der auf mich ein wenig überhastet, ja unkonzipiert wirkte, beendet sie den Kampf Charlies gegen die Bloors, mit einem, wie kann es auch anders sein, verdienten Sieg.

Der Weg dahin aber, erwies sich als steinig, und, ich scheue mich fast es zu sagen, unglaubwürdig. Da wird über die gesamte Länge der Bücher, immerhin sind es acht Romane, die wir in Händen halten, immer wieder von Charlies verschollenem Vater, dem verschwundenen Testament und Graf Harken erzählt, da werden die besonderen Gaben der sonderbegabten Kinder erklärt und in die Handlung eingebaut – und dann wird all dies im letzte Kampf zwar aufgeboten, jedoch ohne wirkliche Durchschlagskraft oder Bedeutung. Statt dessen entpuppt sich der Rote Ritter als rettender Held, die Bloors ziehen sich geschlagen und mundtot einfach so zurück – das spricht dem Bisherigen fast schon Hohn.
Wo bleibt das Aufbäumen der Bloors und ihrer Verbündeten, wo der mutige und entscheidende Einsatz Charlies und seiner Freunde? Statt dessen Friede, Freude, Harmonie – das passt nicht ganz.

Zu Beginn des Romans bewegte dieser sich noch ganz in den zu erwartenden Bahnen, verblüffte und bannte die Leser, wie gewohnt, an die Seiten. Erst im letzten Drittel überschlägt sich das Geschehen, wirken Aktionen unmotiviert, ja so, als ob Nimmo ihren Plot endlich zu Ende bringen musste. Das ist ein wenig Enttäuschend, insbesondere wenn man ins Kalkül zieht, wie gut sich die Handlung bis dahin fortentwickelt hat.

Leider also ein nicht ganz überzeugender Schluss einer sehr interessanten Reihe für jüngere Leseratten.

Jenny Nimmo: Charlie Bone und der scharlachrote Ritter – Charlie Bone Band 8.
Ravensburger Buchverlag, Januar 2010.
345 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,95 Euro.

Carsten Kuhr

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