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Sudabeh Mohafez: brennt
Jetzt bestellen bei amazon.de! In ihrem Leben brennt es, nicht nur, als ein Feuer ihr Tonstudio frisst. Mané überlebt den Brand, aber danach flackern die Flammen umso mehr – in ihr. Es faucht, rauscht und prasselt. Hinzu kommen zwei Stimmen in ihrem Kopf, Lars und Pia, die unablässig Kommentare zu ihrem Handeln abgeben. Nur die kurzen Songtext-Zitate, die jedem Kapitel voranstehen, erinnern noch daran, dass in ihrem Leben mal viel Musik war.

„Ich höre nur Rauschen“, sagt Mané, als „ihre“ Musiker Vorschläge machen, wie die Arbeit trotz allem weitergehen kann. „Ich höre den Durchlauferhitzer schmelzen, Fenster splittern, Rauch aufsteigen. Ich höre nichts mehr, Jannik, verstehst du?“ Jannik und die anderen Musiker können nicht glauben, dass alles „vorbei“ sein soll.
Nach dem Feuer lebt Mané bei ihrer Kusine Klara. Auf deren Rat spricht sie mit einem Psychologen über ihr Trauma. Aber es geht ihr nicht besser. Nach und nach baut sie sich eine eigene Welt neben dem realen Alltag auf. Sie hört nicht nur den Stimmen in ihrem Kopf zu, sondern redet sich ein, dass das Feuer die Rache ihres ehemaligen Geliebten, eines Isländers namens Hjartan, war. Er ist tot, weil – so glaubt Mané – sie ihn nie hätte lieben dürfen.

Sudabeh Mohafez nimmt ihre Leser mit auf Manés zunächst orientierungslose, bisweilen irritierende, immer fesselnde Reise zu sich selbst. Vieles passiert nur in Manés Kopf, einiges ändert sich dann doch. Beim Brand hat sie festgestellt, dass der Feuerwehrmann genau wie sie ein „Schneckenmensch“, langsam und geduldig, ist. Aber wird er warten, bis sie sich ihm öffnen kann? Weiterhin gewinnt sie eine neue Freundin, das kleine Nachbarsmädchen Coraline – die aber plötzlich verschwindet. Und schließlich wagt Mané die Reise nach Island.

In ihrem Roman erzählt Sudabeh Mohafez, wie man einen Weg finden kann, weiter zu leben, auch wenn man alles verloren hat: Haus, Arbeit, die Liebe und sich. Auch wenn man sich selbst zutiefst enttäuscht hat. Auch wenn man weiß, dass man nah dran ist, den Verstand zu verlieren. Und die anderen das sehen. Das echte Feuer, das gedankliche Feuer – beides hält die Leser in Atem. Auch der lodernden Sprache kann man sich nicht entziehen.

In Sudabeh Mohafez’ Roman brennt es. Bis zum Schluss.

Sudabeh Mohafez: brennt.
Dumont, Februar 2010.
204 Seiten, Hardcover, 18,90 Euro.

Inga Wolter

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