Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Michael Coney: Träume von Pallahaxi
Jetzt bestellen bei amazon.de! Voller Aufregung sieht der junge Druv dem Familienurlaub auf Pallahaxi entgegen. Sein Vater ist ein einflussreicher Politiker und will vor Ort auch einige Geschäfte machen – das ist Druv jedoch egal. Er freut sich vor allem auf das Wiedersehen mit Braunauge, für die er eine Schwäche entwickelt hat beim letzten Pallahaxi-Urlaub. Doch dann macht ihm die Witterung vor Ort einen Strich durch die Rechnung. Pallahaxi wird von ewiglangen Wintern heimgesucht und der herannahende Winter scheint der schlimmste zu werden, den die Geschichte je gesehen hat. Und dabei läuft es für Druv und Braunauge just in diesem Moment gut. Die Liebe des jungen Paares wird auf eine harte Probe gestellt.

Diese kurze Zusammenfassung des ersten Teils von »Träume von Pallahaxi« klingt beileibe nicht nach einem fesselnden Science Fiction Roman, so etwas in der Richtung soll der vorliegende Sammelband aber darstellen. Der Roman des in 2005 verstorbenen Autors setzt sich aus den beiden Bestandteilen »Der Sommer geht« von 1975 und »Erinnerungen an Pallahaxi«, 2007 nach dem Tod des Autors veröffentlicht, zusammen. Ersterer wurde bereits in den 1980er Jahren auf Deutsch veröffentlicht, findet sich hier aber in einer Neuübersetzung wieder. »Erinnerungen an Pallahaxi« ist mit dieser Veröffentlichung das erste Mal auf dem deutschsprachigen Markt zu haben.

Die beiden Romane haben unterschiedliche Protagonisten und nehmen nur wenig Bezug aufeinander, sie spielen aber im selben Universum. Und doch sind sie sich in ihren Grundfesten überaus ähnlich, da die Protagonisten mit vergleichbaren Problemen zu kämpfen haben. Der Grat zwischen Jugendroman und Erwachsenenliteratur ist hier sehr schmal, die Protagonisten sind 13 und 17 Jahre alt. Die Probleme der Erwachsenen werden zwar erwähnt, wurden für meinen Geschmack allerdings nicht genügend behandelt. Besonders Druv beschäftigt sich viel mehr mit seinen Beziehungen zu den Gleichaltrigen Braunauge und Bändchen. Es geht um Freundschaften, erste Liebesbeziehungen und Eifersüchteleien.

Im ersten Roman fehlt das Faszinierende für die Besonderheiten Pallahaxis, weil diese überschattet werden von Druvs Beziehungsgeflecht. Im zweiten Roman gelingt es dann besser, die Menschen allgemein in den Mittelpunkt zu stellen. Man erfährt etwas über Hardys besondere Sozialisation und sein Aufwachsen, denn die Menschen in seiner Umgebung geben ihre Erinnerungen von Generation zu Generation bereits bei der Geburt weiter. So erinnert sich Hardy ohne besonderes Zutun an die Erlebnisse seines Ur-Ur-Urgroßvaters, während ein Mädchen, das ohne Erinnerungen geboren wurde, zur Außenseiterin in der Gesellschaft wird. Solche Faktoren fehlen dem ersten Roman, der sich – wenn nicht mit dem Liebesgeplänkel der Jugendlichen – mit der Politik rund um Alinka aufhält.

Nett, aber nicht überragend. Diese beiden Romane haben ihre Highlights, können aber nicht durchweg überzeugen, da die Protagonisten entschieden zu jung sind und die behandelten Konflikte einander zu sehr ähneln.

Michael Coney: Träume von Pallahaxi.
Heyne, Oktober 2009.
608 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Janine Gimbel

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