Der himmelblaue Schmengeling
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Glück ist für jeden etwas anderes. Unter der Herausgeberschaft von Katharina Joanowitsch versuchen unsere Autoren 33 Annäherungen an diesen schwierigen Begriff.
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Michael Siefner: Die Zeichen der Finsternis
Jetzt bestellen bei amazon.de! Als sich zwei Professoren der Kölner Universität zum Pizza-Essen treffen, ahnt Victor Leclerc, einer der Beiden noch nicht, dass sein ganzes Leben in Kürze eine drastische Wendung nehmen würde.

Sein Gegenüber, sonst ein Ausbund an Ausgeglichenheit ist echauffiert. Wütend verlässt er, nachdem er seinem Kollegen eine rätselhafte Botschaft hinterlassen hat, das Lokal, Minuten später stürzt er sich aus dem verschlossenen Fenster seines Büros.

Für die Polizei ist der Fall, angesichts eines Abschiedsbriefes klar – Selbstmord. Victor aber kennt seinen Kollegen zu gut, und geht den zunächst spärlichen Hinweisen auf einen Gewaltakt nach. Die Spur führt in seine eigene Vergangenheit.

Vor ein paar Wochen hat er einige alte Manuskripte und Familienerbstücke aus Platzgründen zur Versteigerung gegeben. Eines der Lose, ein noch versiegelter Brief des Vorstehers eines im Rahmen der Napoleonischen Kriege säkularisierten Klosters erbringt 1,6 Millionen Euro.
Er ist reich, doch wer nur bezahlt für eine alte Handschrift, noch dazu gesiegelt mit dem Hinweis, dass der der dies liest dem Teufel verfallen sein wird, über eineinhalb Millionen?

Seit toter Kollege trat bei der Auktion als letztlich erfolgreicher Bieter auf. Ein Zufall?

Kurz drauf macht er die Bekanntschaft zweier an dem Manuskript interessierter Parteien. Zum Einen sind die Jesuiten im Auftrag des schwarzen und des weißen Papstes hinter dem Geheimnis her, doch auch eine mysteriöse Sekte, die Quaeriten hat es auf die Schriftstücke, die Victor wieder ergattern konnte, abgesehen.

Schon bald beginnt, immer verfolgt von den gespenstigen Quaeriten, die im wahrsten Sinne des Worten bereit sind, über Leichen zu gehen, die Jagd nach vier Reliquiarien, in denen der Abt den Aufenthaltsort eines der größten Mysterien der Menschheit verborgen hat – ein Geheimnis, das nicht nur die Kirche, sondern auch die Abgesandten der Hölle um jeden Preis in ihre Hände bekommen wollen ...



Thriller, noch dazu mit klerikalem Hintergrund sind seit einigen Jahren en vogue.
Nicht zuletzt Dank Dan Brown und seinen Nachahmern, rast eine Welle von Vatikanthrillern über uns hinweg.

Wenn sich aber einer der interessanteste, und stilistisch versiertesten Phantasten unseres Landes eines solchen Themas annimmt, dann kann man getrost etwas Besonderes erwarten.

Und wirklich, Michael Siefener, den ich persönlich zusammen mit Malte S. Sembten und Uwe Voehl als einen der besten, gleichzeitig aber auch unterschätzten Phantastik-Autoren unseres Landes halte, enttäuscht seine Fans und solche, die es werden wollen nicht.

Man mag darüber rätseln und unken, warum es das Triumvirat der dunklen Phantastik nicht schafft, von den großen Publikumsverlagen wahrgenommen zu werden. Vielleicht liegt es daran, dass sie sich dem Zeitgeschmack verweigern, dass keine Völkerromane oder Urban Fantasies aus ihren Tastaturen fließen, sondern sie das konsequent schreiben, was ihnen am Herz liegt – herausragende Dunkle Phantastik.

Und so verwöhnt auch vorliegender Text, stilistisch exemplarisch, inhaltlich packend den Leser mit seiner dunklen Atmosphäre und einem alten, uralten Geheimnis des Vatikans und der Christenheit.

Auf diesen Buchseiten begegnet man Menschen, die leiden, die von ihrer persönlichen Historie geprägt wurden. Das sind keine Charaktere aus der Retorte, das sind Menschen, die in ihrem Selbst glaubwürdig agieren, denen man ihre Gefühle, allen Voran ihre Angst abnimmt, und denen man gerne, im sicheren Sessel sitzend, bei ihren gefährlichen Ermittlungen folgt.
Sie triumphieren nicht mühelos, sie opfern oft das, was ihnen am teuersten ist dafür, ihrem Schicksal zu folgen. Siefener lässt hier eine Vielzahl faszinierender Unikate auftreten.
Sei es der kleingewachsene, verbitterte schottische Lord oder der menschenscheue französische Sammler, der Leser begegnet immer wieder Gestalten, die markant sind, die anders sind, als gewohnt, und sie uns anrühren.
Und genau das ist es doch, was wir in Büchern suchen. Neue Inhalte, andere Plots, frische Ideen und faszinierende Gestalten. All dies hält Michael Siefener für seine Leser einmal mehr bereit.

Das packt mit einer seltenen Intensität, das reißt den Leser mit hinein in die faszinierende Jagd nach Erkenntnissen und Offenbarungen und lässt Dan Brown fast schon ein wenig alt aussehen.

Michael Siefner: Die Zeichen der Finsternis.
KBV, Februar 2010.
351 Seiten, Taschenbuch, 14,95 Euro.

Carsten Kuhr

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