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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
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Deeanne Gist: Das kratzbürstige Frauenzimmer
Jetzt bestellen bei amazon.de! Texas, 1898: Vier Jahre sind vergangen seitdem Essie Spreckelmeyer den ersten Fahrradclub in Corsicana gegründet hat. Mittlerweile erfreut sich der Radsport großer Beliebtheit und der Club bekommt fast wöchentlich neue Mitglieder. Nur eins hat sich nicht geändert: Die mittlerweile 34-jährige Essie ist noch immer nicht verheiratet. Nach der Enttäuschung vor vier Jahren legt sie es auch nicht mehr darauf an. Als der Fremde Tony Bryant in die Stadt kommt und ihr den Hof macht, wittert sie erneut Betrug. Tony allerdings, das weiß keiner, ist seinerseits der enterbte Sohn des kürzlich verstorbenen Ölbarons Morgan und hat den Namen seiner Mutter wieder angenommen, um in Corsicana bei Essies Vater seinen Unterhalt zu verdienen. Dass es sich mit diesem Anliegen allerdings an die Tochter wenden muss, passt dem jungen Mann gar nicht. Sein Boss, eine Frau? Undenkbar!

»Das kratzbürstige Frauenzimmer« ist der Nachfolgeroman zu »Die eigenwillige Jungfer« und setzt Essies Geschichte in Corsicana fort. Durch den zeitlichen Abstand von vier Jahren und gute Zusammenfassungen der nötigen Ereignisse lässt sich der vorliegende Band aber auch problemlos ohne die Lektüre des ersten verstehen und genießen. Einen Vorteil haben allerdings die Leser von »Die eigenwillige Jungfer«: Sie können hier „nach Hause kommen“ und lieb gewonnene Figuren wiedertreffen. Die wichtigen Eckpfeiler sind unter Ausnahme von Essies mittlerweile verstorbener Mutter alle wieder anwesend: Richter Spreckelmeyer, der mittlerweile seiner Tochter die wesentlichen Geschäfte der Ölförderung überlassen hat, der Ladenbesitzer Hamilton, der quirlige Junge Harley und die in die Jahre gekommene Mrs Lockhart, der hier eine besondere Schlüsselrolle in Bezug auf die Beziehung zwischen Essie und Tony zukommt. Sie wird zur Vermittlerin und sorgt durch ihr ständiges Berufen auf in Liebesromanen angelesenes Wissen für einige lustige Szenen.

Neben dem spürbaren Andrang auf den Fahrradclub finden sich auf thematischer, historischer Ebene außerdem erste Entwicklungen rund um die Automobile, die hier allerdings Essies Zweirädern noch nicht den Rang nehmen können, und Modernisierungen rund um die Ölbohrungen. Der historische Kontext bietet einen lockeren Rahmen, in dem die Geschichte stattfinden kann. Schaut man sich den gesamten Roman an, besticht er vor allem durch einen gelungenen Aufbau: Erst lernt man Essie, Tony und die Bewohner Corsicanas allmählich kennen und wird mit den Sticheleien zwischen den beiden Protagonisten vertraut gemacht. Als die Handlung langsam klare Züge annimmt, weiß Deeanne Gist es geschickt zu verhindern, dass ihre Geschichte in vorhersehbare Bahnen abrutscht. Durch einen Kriminalfall in dem texanischen Städtchen sorgt sie für neue Spannung, die bis zum Ende anhält.

Deeanne Gists Romane um Essie Spreckelmeyer eignen sich vor allem für Leserinnen, die von der stetigen Welle an Mittelalterromanen gelangweilt sind und sich nach Neuem sehnen. Hier stehen andere Themen im Mittelpunkt und die erfrischende Heldin sorgt mit ihrem Charme und ihrer witzigen Sichtweise auf das Leben für abwechslungsreiche Unterhaltung auf hohem Niveau.

Natürlich wohnt diesem Roman auch wieder eine religiöse Dimension inne, die sich besonders durch das Gottvertrauen der Figuren zeigt. Glauben spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle, das spürt man, ohne dass dieser Aspekt den Leserinnen allzu sehr aufgedrückt wird. Auch wer mit Religion nichts am Hut hat, braucht vor Essie keine Angst zu haben. Wie jede andere Eigenschaft ihrer Protagonistin weiß die Autorin auch dies so gekonnt in die Handlung einzubauen, dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Eine liebenswerter, abwechslungsreicher Roman, der sich kein Klischee des historischen Romans aufdrücken lässt! Deeanne Gist gelingt ein weiteres Mal eine unterhaltsame Geschichte mit der eigenwilligen Essie.

Deeanne Gist: Das kratzbürstige Frauenzimmer.
Gerth Medien, März 2010.
448 Seiten, Gebundene Ausgabe, 17,95 Euro.

Janine Gimbel

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