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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Aprilynne Pike: Elfenkuss
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die 15-j√§hrige, naturverbundene Laurel entdeckt eines Morgens im Spiegel, dass auf ihrem R√ľcken ein seltsamer Pickel thront. Als dieser mit jedem weiteren Tag w√§chst, bekommt sie Angst, denn das kann ja blo√ü Anzeichen einer schlimmen Krankheit sein. Doch dann traut sie ihren Augen kaum: Auf ihrem R√ľcken bl√ľht innerhalb k√ľrzester Zeit eine wundersch√∂ne Bl√ľte! Sie zieht ihren neuen Schulfreund David ins Vertrauen und der Biologiecrack stellt fest, dass Laurels Zellen sonderbar aussehen! Fast so wie die einer Pflanze. Bald schon bekommt Laurel Aufschluss √ľber ihre neue Situation. Auf dem alten Landgut ihrer Adoptiveltern trifft sie den attraktiven Tamani, der behauptet, sie sei eine Elfe, die unter Menschen aufgewachsen ist.

Laurel liebt es, drau√üen zu sein, die Sonne auf ihrer Haut zu sp√ľren und den Wind zu genie√üen. Bisher wurde sie von ihren Eltern zu Hause unterrichtet, besucht seit einigen Wochen aber eine √∂ffentliche Schule, um besser Anschluss zu finden an Gleichaltrige und eine fundierte Bildung zu gew√§hrleisten. Freunde findet Laurel in der Tat schnell und mit David verbindet sie innerhalb k√ľrzester Zeit mehr als nur Freundschaft. Er ist schlie√ülich auch der einzige, dem sie die Bl√ľte auf ihrem R√ľcken zeigt, und der ihr hilft, mit der Situation umzugehen. Warum aber will dieses Buch gelesen werden? Die Antwort auf diese Frage ist lange Zeit unklar, erst im letzen Drittel kommt die ein oder andere wirklich lesenswerte Szene auf. Bis dahin pl√§tschert die Handlung ohne nennenswerte Ereignisse vor sich hin, kein ultimativ B√∂ses, das bek√§mpft werden muss, keine Konflikte, sieht man einmal von der Blume auf dem R√ľcken des M√§dchens ab.

Ohne Ziel trudelt diese ungew√∂hnliche Jugendfantasygeschichte durch die Landschaft, h√§lt sich selten mit Nebens√§chlichkeiten auf ‚Äď immerhin das muss lobend erw√§hnt werden! ‚Äď hat aber auch absolut keine Highlights! Der Schreibstil ist nicht √ľberragend gut, die Erz√§hlperspektive sehr einseitig, die Figuren eher flach denn mehrdimensional und die Handlung im Gro√üen und Ganzen langweilig vorhersehbar. Dieser Roman hat schlichtweg nichts zu erz√§hlen, weshalb es auch so schwer ist, von der Geschichte gefesselt zu werden.

Fortsetzungen sind in der englischen Originalsprache bereits in Arbeit, auf dem deutschen Markt allerdings noch nicht absehbar. Am Ende ger√§t Laurel in ein Beziehungsdreieck mit Tamani, mit dem sie sich vom ersten Moment ihres Aufeinandertreffens verbunden f√ľhlt, und David, der mit jeder Minute in ihrer Anwesenheit mehr ist als nur ein Freund. Besonders aus dieser Figurenkonstellation kann die Autorin noch etwas sch√∂pfen.

Keine erw√§hnenswerte Ver√∂ffentlichung. ¬ĽElfenkuss¬ę hebt sich √ľberhaupt nicht von anderen Jugendb√ľchern ab.

Aprilynne Pike: Elfenkuss.
Cbj, März 2010.
352 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Janine Gimbel

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