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Jodi Picoult: Zeit der Gespenster
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ross Wakeman ist fest davon überzeugt, nicht sterben zu können. Er hat es oft genug versucht, aber jeden Unfall und jeden eigenen Eingriff überlebt. Dabei sucht er seit dem Unfalltod seiner Freundin nichts sehnlicher, als den Weg oder wenigstens eine Brücke auf die andere Seite. Deswegen schließt er sich einer Truppe Geisterjägern an, bis er begreift, dass diese nur eine riesige Show ab- und den Leuten das Geld aus der Nase ziehen. Trotzdem bleibt er überzeugt, dass es einen Zugang zur Welt der Geister geben muss. Ross zieht sich zu seiner Schwester in das neuenglische Comtosook zurück, wo gerade der indianische Stamm der Abenaki gegen den Bebau eines angeblich alten Indianerfriedhofes protestiert und wo gerade seltsame Dinge geschehen.
Spencer Pike ist heute ein alter Mann, der mit dem Leben schon fast abgeschlossen hat. In den 20er und 30er Jahren war er einer derjenigen, die in Vermont ein Eugenik-Projekt vorantrieben. Er und seine Mitstreiter stellten Untersuchungen über den Zusammenhang von Stammbaum und Hang zu schlechtem Leben an mit dem Ziel, langfristig nur noch die Fortpflanzung genetisch einwandfreien Materials zu erreichen. Er selbst ist mit der Tochter eines Kollegen mit untadeligem Stammbaum verheiratet. Trotzdem stirbt das Kind bei der Geburt und seine Frau wird am gleichen Tag ermordet. So scheint es zumindest. Aber vieles in diesem Buch ist nicht so, wie es zunächst scheint.
Wie schon in ihren beiden letzten Büchern verpackt Jodie Picoult schwierige Themen in einen packenden Roman. Es geht um genetische Diagnostik in heutiger Zeit, die nur gesunde Kinder zum Ziel hat, ebenso wie um die amerikanischen Sterilisationsgesetze der 20er und 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts - ob ein Zusammenhang besteht? Diese Entscheidung überlässt die Autorin jedem Leser selbst und das ist auch gut so. Die Geister der Vergangenheit wirken bis in die Gegenwart nach, bis heute leiden die Abernakis unter dem, was ihnen damals angetan wurde, selbst dann, wenn sie gar nicht wissen, dass ihnen etwas angetan wurde. Ich war völlig entsetzt über die Selbstverständlichkeit, mit der Spencer Pike über die Lebenswertigkeit von Menschen urteilt und wie leicht er sich anmaßt, Entscheidungen darüber treffen zu dürfen. Ich war allerdings zunächst auch irritiert, dann aber ziemlich begeistert, wie Jodie Picoult mit diesem schwierigen Thema umgeht. In diesem Roman sitzt jeder Protagonist, jede Nebenfigur hat eine für den Roman wichtige Geschichte, ohne dass jemals das dumme Gefühl von „war ja klar, das jetzt auch noch“ aufkommt. Es geht um viele Dinge, aber hauptsächlich um das Recht (oder Unrecht) für andere Menschen Entscheidungen zu treffen.

Fazit: Großartiger Roman, der zum Nachdenken und Weiterdenken anregt. Am Ende ist zumindest eines klar: Einfach ist die ganze Thematik nicht.

Jodi Picoult: Zeit der Gespenster.
Piper, März 2010.
463 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Regina Lindemann

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