Der Cousin im Souterrain
Der Cousin im Souterrain
Der nach "Dingerchen und andere bittere K├Âstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » Das Cinnebar Kommando - Lt. Leary Band 2 IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
David Drake: Das Cinnebar Kommando - Lt. Leary Band 2
Jetzt bestellen bei amazon.de! Vor rund einem Vierteljahr erschien der erste Lt. Leary-Roman in Deutschland. Nach einem abgedroschenen Beginn voller bekannter Versatzst├╝cke und wenig ├╝berzeugender Charaktere wandelte sich das Buch in der zweiten H├Ąlfte zu einer spannenden, kurzweiligen Lekt├╝re. So machte ich mich mit Interesse an den Band zwei.

Leutnant Leary wei├č, dass er, selbst nach seinem heldenhaften Einsatz in Kostroma kaum F├╝rsprecher in der Navy hat. Um so ├╝berraschter ist er, als sein Kommando ├╝ber die ┬╗Princess Cecile┬ź best├Ątigt wird, und er sich trotz aller Engp├Ąsse eine handverlesene Crew zusammenstellen darf. Ein Schelm, wer B├Âses dabei denkt. Seine Order scheinen einfach - er soll sich der Flotte unter Commodore Pettin anschlie├čen, die bereits ins Strymon System unterwegs ist.
Kurz vor dem Abflug kommt ein ungebetener Gast an Bord der Princess Cecilie - der Kronprinz Strymons, der seit seiner Jugend als geehrter Gast, manche w├╝rden auch politische Geisel dazu sagen, auf Cinnabar weilt, schickt sich an, sein Erbe einzufordern. Nach einer rekordtr├Ąchtigen Aufholjagd st├Â├čt die Princess zur kleinen Armada. Nur zu bald wird klar, dass Pettin den Empork├Âmmling Leary auf ein Normalma├č zur├╝ckzustutzen sucht. Leary und seine Crew werden geg├Ąngelt, auf Expedition ausgesandt, treffen auf Weltraumpiraten und eine Flotte der verfeindeten Allianz.
Einmal mehr muss Adele, Learys Kommunikationsoffizierin und geniale Hackerin, daf├╝r sorgen, dass die Princess und ihre Crew den Wissensvorsprung beh├Ąlt, der ihr aller ├ťberleben sichert. Doch dann kommt es erneut zur Weltraumschlacht gegen eine weit ├╝berlegene Flotte - und die Chancen diese zu ├╝berleben, sind denkbar gering ...

Wie bereits zur Beginn erw├Ąhnt, bot der Auftaktband nach schwachem Beginn letztlich doch eine recht spannende Handlung. Insoweit dachte ich mir noch nicht viel, als der Plot des vorliegenden Buches nach rund einhundert Seiten immer noch nicht so richtig in Fahrt gekommen war. Die Handlung pl├Ątscherte ohne jegliche H├Âhepunkte dahin, Faszination kam mangels packender Geschehnisse nicht auf.

Als die Princess Cecile sich dann auf ihre Rekordfahrt begab, dachte ich, dass die Handlung damit durchstarten w├╝rde, dass Drake uns mit spannenden Kommandounternehmen und faszinierenden Raumschlachten unterhalten w├╝rde. Doch wieder sah ich mich ge- und entt├Ąuscht.
Selten habe ich eine solch unzusammenh├Ąngende Handlung vorgesetzt bekommen.

Immer wieder einmal blitzt dabei durchaus das Verm├Âgen Drakes auf, spannend zu erz├Ąhlen. So berichtet er uns packend vom Angriff der Cecile-Besatzung auf eine Befestigung. Dann wieder streut er ein faszinierendes R├Ątsel um die Flora und Fauna eines fremden Planeten ein. Dabei verl├Ąuft das Mysterium um die Entwicklung einer an die lebensfeindliche Umwelt eines W├╝stenkontinents angepasste menschliche Leben im Sande. Wie kommt es zu den beschriebenen Mutationen, die eigentlich Jahrzehntausende in Anspruch nehmen w├╝rde, eine Frage auf deren Beantwortung der Leser vergebens wartet.

Doch diese Highlights sind rar, ansonsten pl├Ątschert die Handlung eher lau vor sich hin. Mit zunehmender Dauer dann ├╝berfrachtet Drake seinen Plot mit unglaubw├╝rdigen Ereignissen. Da werden Weltraumpiraten eingef├╝hrt, an deren Seite unser Leutnant einen Meuterer der Freibeuter angreift, um sich deren Unterst├╝tzung im Kampf gegen die Allianz zu sichern. Nun mag man die innere Logik, und die ├ťberzeugungskraft einmal au├čen vor lassen - in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen - die Ereignisse selbst, die auftretenden Personen sind lachhaft gezeichnet. Als Kr├Ânung w├╝rde nur noch fehlen, dass der Anf├╝hrer der Piraten eine Augenbinde und ein Holzbein h├Ątte, so sehr gleicht der Pirat den aus unz├Ąhligen Hollywood-Produktionen bekannten Bildern. Das wirkt l├Ącherlich, ja erm├╝dend, das nimmt der Handlung jeglichen Drive und Unterhaltungswert.
Auch die Raumgefechte selbst verm├Âgen es nicht, der Handlung neues Leben einzuhauchen. Zu abgedroschen, zu vorhersehbar entwickeln sich diese, da wissen Drakes Konkurrenten wie Lois McMaster Bujold, David Weber oder Elizabeth Moon wesentlich intensiver und packender zu unterhalten.

Insgesamt gesehen blieb dieses Buch ├╝ber die gesamte L├Ąnge des Textes ohne echte H├Âhepunkte, man k├Ânnte auch sagen zu einfach gestrickt, die Charakterzeichnungen ohne ├ťberzeugungskraft und damit schlicht langweilig.

David Drake: Das Cinnebar Kommando - Lt. Leary Band 2.
Heyne Verlag, M├╝nchen, Juli 2007.
588 Seiten, Taschenbuch.

Carsten Kuhr

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch Das Cinnebar Kommando - Lt. Leary Band 2 von David Drake jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2023 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.