Burgturm im Nebel
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"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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Thomas Plischke: Die Zombies
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die Engländerin Lily Young recherchiert für ihre anthropologische Doktorarbeit die Wurzeln des Glaubens an Untote und Zombies in den Kulturen der Welt. Der Mythos über die lebenden Toten ist fast überall zu finden und mit Eifer liest und liest und liest Lily, ohne dass ein Ende in Sicht ist. Die Arbeit findet noch lange kein Ende, als sie Victor trifft, der sie bei ihrem ersten Date zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung mitnimmt: Menschen kämpfen in einer Arena gegen Schauspieler, die sich als lebende Tote verkleidet haben. Täuschend echt sieht das alles aus! Lily ist aber nicht begeistert, als Victor sie einlädt, selbst teilzunehmen. Bei dem folgenden Kampf wird Lily gebissen und fährt verwundert nach Hause. Was sie allerdings nicht weiß, ist, dass sie mit echten Zombies in Kontakt gekommen ist und durch den Biss verdammt ist, selbst einer von ihnen zu werden …

Thomas Plischkes neuer Roman beschäftigt sich nicht nur auf der Ebene der Fiktion mit den Zombies. Lilys Doktorarbeit fließt in Form von Interviewprotokollen ebenfalls in den Roman ein und gibt einen guten Überblick zur Verbreitung des Mythos. Daran stört nur, dass diese Protokolle so staubtrocken geschrieben sind. Verkürzt geben sie vor allem Aufschluss über die Redebeiträge der Befragten, ohne dabei ihre Reaktionen allzu sehr einfließen zu lassen. Man erfährt nichts von der Mimik, Gestik oder den Interaktionen zwischen den Figuren. Das „Menschliche“ wird einfach ausgeblendet, was dem Roman an dieser Stelle alles andere als dienlich ist.

Die eigentliche Haupthandlung entwickelt sich schleppend und gewinnt erst in der zweiten Hälfte, als auch Gottfried, ein guter Freund Lilys, in den Mittelpunkt des Geschehens rückt, wirklich an Fahrt. Gottfried führt seit langem ein Doppelleben und macht Jagd auf die Untoten und beschattet Lily und ihre Recherchen. In der zweiten Hälfte erfährt man auch mehr zum vorher eher blassen Victor und bekommt einen Einblick in die Lebensumstände der echten Zombies von England und Schottland. Dieser Roman schaut quasi mit den Augen der Zombies auf das Geschehen und sorgt so für eine ungewöhnliche Perspektive.

Ein leichter Hang zum Splatter ist nicht zu verleugnen - »Die Zombies« findet sich stark an der Grenze dessen, was die etwas zarter besaiteten Horror-Fans noch vertragen können. Das passt insbesondere in der zweiten Romanhälfte aber zum Geschehen und wirkt weder aufgedrückt noch fehl am Platz.

Eine gute Mischung, alles in allem solide, wenn auch nicht grandios. Der Aufbau ist gewöhnungsbedürftig, lässt man sich darauf aber ein, kann »Die Zombies« stellenweise zu guter Unterhaltung werden.

Thomas Plischke: Die Zombies.
Piper, März 2010.
479 Seiten, Taschenbuch, 12,95 Euro.

Janine Gimbel

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