Madrigal für einen Mörder
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Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Sabine Ebert: Blut und Silber
Jetzt bestellen bei amazon.de! Freiberg, 1296: Die junge Änne, eine entfernte Verwandte der aus Sabine Eberts Büchern bekannten Hebamme Marthe, befindet sich in der Obhut eines groben Apothekers. Täglich muss sie vor allem einstecken und ist den Schikanen des Apothekers und seines Neffens ausgesetzt. Als die Stadt durch das Heer Adolfs von Nassau bedrängt wird, ergibt sich für Änne überraschend eine Möglichkeit, ihrer Bedrängnis zu entkommen. Zusammen mit der Gauklerin Sibylla soll sie ihre Fähigkeiten in der Heilkunde für die Verarztung des Freiberger Heeres nutzen. In den Wirren der Auseinandersetzungen verliebt sich Änne schließlich den Hauptmann Markus, doch der muss schon kurze Zeit später fliehen. Die Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als Änne sich zudem gezwungen sieht, einen anderen zu heiraten.

Ein weiteres Mal kehrt Sabine Ebert nach ihrer Hebammen-Reihe in die Stadt Freiberg zurück. Es besteht eine lockere Verbindung zu den Hebammen-Romanen durch die entfernte Verwandtschaft der Protagonisten, davon abgesehen kann »Blut und Silber« separat gelesen werden und bietet eine in sich weitgehend geschlossene Geschichte. Die Stadt an sich ist imposant in Szene gesetzt und man spürt das Interesse der Autorin an Freiberg und seiner Geschichte. Der Handlung allerdings fehlt es an Spannung, den Figuren an Kanten und überhaupt Nachvollziehbarkeit. Trotz der Vielzahl der Seiten – immerhin über 700 – kann man als Leser oder Leserin nur schwer eine Beziehung zu Änne aufbauen und merkt schon gar nicht, was die junge Frau bewegt und handeln lässt. Es fehlt ihr, Markus, dem Kommandanten Ulrich, Sibylla und den anderen Figuren an Lebendigkeit, wodurch die Geschichte über lange Zeiträume blass bleibt.
Immerhin gibt es gelegentlich nett umgesetzte Kampfszenen, diese wirken aber oft auch plump und klischeebeladen. Außerdem geizt Sabine Ebert nicht mit Grausamkeiten, was bis zu einem gewissen Grad sicher seine Berechtigung hat, hier aber zusehends auf die Spitze getrieben wird.

»Blut und Silber« erweist sich insgesamt als nicht lesenswert. Oft langatmig, grausam geschildert und blass in Bezug auf die Figuren wird dieser Roman den Lesern und Leserinnen sicher nicht lange in Erinnerung bleiben.

Sabine Ebert: Blut und Silber.
Knaur, November 2009.
731 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Janine Gimbel

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