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Sarah Nikolai: Schattenreiter
Jetzt bestellen bei amazon.de! Zum 20. Geburtstag hat die Deutsche Jorani einen Urlaub nach South Dakota geschenkt bekommen, um ihre Wurzeln in den indianischen Kulturen zu verfolgen und ihre Tante Abigail zu besuchen. Kaum ist sie angekommen, trifft die junge Frau auf den Einzelgänger Rin und fühlt sich wie magisch von ihm angezogen. Die beiden kommen einander zögerlich näher und Rin beschützt Jorani gegenüber ein paar aufdringlichen Halbstarken. Dann allerdings entdeckt Jorani Rins Geheimnis, das sich wie eine unsichtbare Wand zwischen sie stellt. Rin gehört zu den Kentauren des Indianervolkes Ti’tibrin …

In diesem Roman wird den Leserinnen ein Rahmen vorgestellt, der überschaubar ist: Die Handlung spielt während Joranis zweieinhalbwöchigem Urlaub in South Dakota, wo sie ihre Tante Abigail besucht und schließlich auf den geheimnisvollen Rin trifft. Danach folgt das Übliche. Von der ersten bis zur letzten Seite lässt sich genau absehen, was passieren wird. Das macht den Roman nicht unbedingt schlecht, aber wenigstens kleine Überraschungen wären nett gewesen! Davon fehlt es »Schattenreiter« aber gänzlich.

Sehr schön eingebunden werden Indianer-Mythen, die zwar hier zu einem großen Teil fiktiv sind, aber doch einen recht glaubwürdigen Eindruck vermitteln. Rins Stamm sind die Ti’tibrin, die an die Schutzgeister Zorwaya glauben, die in Form von Tieren zu den Menschen kommen. Einst hat sich ein Mann des Stammes mit der Stärke seines Pferdes verbunden, so dass die Gestaltwandler entstanden. Etwas unglücklich gewählt ist dabei der Begriff der Kentauren, die kennt man doch eher aus der griechischen Antike – Verbindungen zu den Indianerkulturen Nordamerikas bestehen keine. Von dieser unglücklich gewählten Begrifflichkeit abgesehen, wirkt die Rahmung der Geschichte gut und überzeugend. Rin kann man sich zudem durch seine Gesten sehr gut als Ureinwohner mit Wurzeln in den indianischen Kulturen vorstellen.

»Schattenreiter« ist kein erotischer Roman, das sollte erwähnt werden. Die Liebesgeschichte ist eine romantische, die von Andeutungen, durchaus kitschiger Natur, lebt. Es gibt durchaus erotische Szenen, diese werden aber nicht mit den einschlägigen Kraftausdrücken versehen und bleiben an der Oberfläche.

Neben der schönen, wenn auch vorhersehbaren Umsetzung der Geschichte steht eine oft holprige Sprache, die irgendwie hölzern klingt. Allein schon dadurch mag die rechte Atmosphäre im Roman nicht aufkommen und man wird in Kombination mit Tippfehlern immer wieder aus dem Lesefluss geworfen.

Alles in allem ist »Schattenreiter« ein netter Roman für Zwischendurch, besonders für Leserinnen, die es gern romantisch und verträumt haben. Rin hat vielleicht nicht die Kanten, die man von den Kerlen aus dem Hause Ward oder Adrian kennt, sondern noch teilweise etwas sehr Jungenhaftes, aber er ist sympathisch und interessant, so dass er neben Jorani, die mit ungebremster Neugierde durch 320 Seiten stolpert, eine recht gute Figur darstellt, um die sich alles drehen kann.

Sarah Nikolai: Schattenreiter.
Ullstein, Mai 2010.
320 Seiten, Taschenbuch, 7,95 Euro.

Janine Gimbel

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