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Dan Wells: Mr. Monster
Jetzt bestellen bei amazon.de! Erster Satz: »Ich habe einen Dämon getötet.«

Dan Wells' Debüt »Ich bin kein Serienkiller«, das 2009 erschien, versetzte den Leser in den kleinen Ort Clayton County und gewährte einen Einblick in die schwarze Seele des 16-jährigen John Cleaver, dessen Leben sich nicht von dem anderer Jugendlicher unterscheidet, wäre da nicht eine von seinem Psychiater diagnostizierte Soziopathie, die mit dem Hang zu töten einhergeht. John, der gegen sein böses Ich ankämpft, hält sich darum von anderen Menschen fern, am Liebsten hilft er seiner Mutter und seiner Tante, die das einzige Bestattungsunternehmen in Clayton County betreiben.

Leichen sind es, in dessen Gesellschaft er sich wohl fühlt. Leichen sind es jedoch auch, die, stark zerstümmelt aufgefunden, die Bürger in Clayton County aufschrecken. Ein Serienkiller sucht den Ort heim und John ist es, der ihn zur Strecke bringen muss.

All das, was der Leser im ersten Band erlebt, fasst John Cleaver, der auch bei »Mr. Monster« seine Erlebnisse aus der eigenen Sicht erzählt, noch einmal zusammen. Wer den ersten Band nicht gelesen hat, kann somit auch bei »Mr. Monster« ein-, an dieser Stelle der Rezension jedoch aussteigen.

Während John von dem Dämon berichtet, den er im ersten Band erfolgreich bekämpfte, wird schnell klar, dass sein böses Ich – Mr Monster genannt – nicht dauerhaft im Zaum zu halten sein dürfte. John versucht den Wunsch, andere zu quälen zu unterdrücken, indem er kleine Feuer entfacht und seine eigens aufgestellten Regeln befolgt. Doch letzteres gestaltet sich immer schwieriger und auch das Abfackeln verschiedener Holzpaletten reicht auf Dauer nicht mehr.

Als neue Morde den kleinen Ort aufschrecken, John sich in seine Nachbarin Brooke verliebt, seine Schwester von ihrem Freund verprügelt wird und seine Mutter vor einem Nervenzusammenbruch steht, bricht Mr Monster aus. Doch das ist nicht Johns eigentliches Problem, sondern derjenige, der die Morde an jungen Frauen verübt…

»Mr Monster« ist – simpel ausgedrückt – ein jugendlicher Abenteuerroman, wie ihn schon Alfred Hitchcock schrieb, jedoch mit ein paar wesentlichen Änderungen: Der jugendliche Protagonist hat keine feuchten, sondern blutrünstige Träume und ist ein Soziopath, der alles daran setzt, niemanden zu töten, denn sein größter Wunsch ist es, jemanden umzubringen. In der Stadt passieren keine Bagatellen wie zu Zeiten der »Drei ???«, sondern bestialische Morde. Hier wird sich nicht mit Freunden getroffen, sondern Leichen einbalsamiert und detailliert die Arbeit im Leichenschauhaus beschrieben.

Zudem bringt Dan Wells häusliche Gewalt mit ein, Scheidung, Probleme in der Familie – die klischeehafte Erklärung für ein Kind, dessen Seele von einem imaginären Monster eingenommen wurde, das eines Tages ausbrechen wird und der auf der einen Seite keine Emotionen empfinden, sich jedoch durchaus verlieben kann.

Obwohl der Roman ein paar Schwächen und Ungereimtheiten aufweist, ich mir persönlich auch hier wieder einen stärkeren emotionalen Zwiespalt in John, dafür jedoch in Bezug auf die Folterungsmöglichkeiten und Tätigkeiten des Bestatters weniger Beschreibungen gewünscht hätte, ist »Mr. Monster« eine spannende Fortsetzung mit viel Potenzial, das sich der Autor möglicherweise für weitere Bände aufgespart hat, denn Band zwei geht eindeutig einen Schritt weiter.

Ein weiterer Teil, ja eine unvorhersehbare Serie mit und über John Cleaver scheint – vom Erfolg abhängig – vorprogrammiert zu sein. Möglichkeiten gibt es viele.

Möge Dan Wells für John Cleaver jedoch ein ehrenhaftes Ende finden und aus einem durchaus interessanten, noch ausbaufähigen Charakter, keine langweilige, unantastbare Serienfigur á la Heftromanserien wie »John Sinclair« oder »Dämonenkiller« machen.

Fazit: Ein spannender Thriller mit Horrorelementen, dem stellenweise eine emotionale Tiefe und ein paar Feinheiten fehlen, die Raum für nächste Bänden bieten. Wer sich daran nicht stört, dem sei Sogwirkung garantiert!

Dan Wells: Mr. Monster.
Piper, Juni 2010.
400 Seiten, Taschenbuch, 12,95 Euro.

Nicole Rensmann

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