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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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John Irving: Letzte Nacht in Twisted River
Jetzt bestellen bei amazon.de! Nehmen wir an, ich komme mit einem Bekannten über Bücher ins Gespräch und er würde fragen, was ich grade lese. Ich würde ihm sagen, ich hätte grad den neuen Irving zu Ende gebracht. Er: Irving? Ich: Ja, du kennst John Irving nicht? Nie gehört von "Garp", oder "Gottes Werk und Teufels Beitrag" oder "Owen Meany"? Er: Nein?! Was schreibt der denn so? Ich: vergiss es, denn wenn Du die oben als Beispiel aufgeführten Werke nicht gelesen hast, dann lohnt es sich gar nicht erst, dass ich Dir von "Letzte Nacht in Twisted River" erzähle.

So, das wäre so ungefähr der Dialog und es sagt schon alles. Als Jahrzehnte langer Irving-Fan nach einer Durststrecke, die mit "Witwe für ein Jahr" anfing und bei mir bis "Bis ich Dich finde" ging, fühle ich mich endlich mal wieder durch einen Irving ruhig gestellt, allerdings gleichzeitig wehmütig! John Irving hat in "Twisted River" noch einmal alles in die Waagschale geworfen, was ihn in seinem Literatenleben so individuell auszeichnete. Die Kausalität von Ereignissen die Jahrzehnte später durch irgendein anderes Ereignis ihre Bestimmung finden. Ich habe alle seine Lieblingsthemen wiedergefunden, seine sportlichen Vorlieben wie Squash und Ringen, auch tauchen Elemente aus all seinen Büchern auf wie die tätowierte Lady Sky (Bis ich dich finde) seine Vorlieben für absurde Tiere, vor allem die Bären, und noch absurdere komische Situationen, die bei Twisted River in einer gusseisernen Pfanne ihren Höhepunkt finden.

Nach diesmal recht angenehmen ca. 135 Seiten, kommt der erste Plot und die gusseiserne Pfanne wird zum zweiten Mal eingesetzt, nachdem sie zehn Jahre zuvor Teil einer Bärenverjagung war. Die Figuren dieser über 800 Seiten Geschichte, wachsen einem tatsächlich ans Herz, zumal man immer wieder glaubt mit oder in dem Schriftsteller Daniel, Irving selbst zu erkennen. Also man fängt an zu glauben, hier läge eine Art Autobiographie vor, was Irving selbst wohl entschieden zurückweisen würde. Er lässt auch Autorenkollegen zwischendurch auftauchen, wie den genialen Kurt Vonnegut, oder John Cheever und nicht zuletzt Salman Rushdie. Sein Meisterstück ist aber das Ende, denn mit dem ihm eigenen Stil beschreibt er, wie er Romane schreibt, exemplarisch das Vorliegende. Denn am Ende, wie gesagt, macht er sich über den ersten Satz eines Romans Gedanken und tatsächlich, es ist der erste Satz aus dem Buch "Letzte Nacht in Twisted River".


John Irving: Letzte Nacht in Twisted River.
Diogenes, Mai 2010.
832 Seiten, Hardcover, 26,90 Euro.

Fred Ape

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