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N.K. Jemisin: Die Erbin der Welt
Jetzt bestellen bei amazon.de! Einst regierten drei Gottheiten das Land. Der Gott der Finsternis, Nahadoth, auch Naha genannt, der Gott des Tages, Itempas, und die Göttin der Dämmerung, Enefa. Doch ihre Macht schwand und die Arameri bemächtigten sich ihrer. Yeine, die Hauptfigur von N.K. Jemisins Roman »Die Erbin der Welt« steht zwischen beiden, ist nicht ganz Arameri, nicht ganz Gottheit. Ihre Mutter wurde vor kurzem umgebracht und so stehen Yeine eigentlich deren Besitztümer zu. Aber der Großvater weiß dies zu verhindern und lockt Yeine in einen Hinterhalt. Nur ein Bündnis mit Nahadoth kann Yeine schließlich noch vor dem Tod bewahren. Aber jenes Bündnis ist von Gefahren bestimmt und Yeine befindet sich bald völlig unter dem Einfluss des dunklen Lords.

Man bekommt in »Die Erbin der Welt« eine sehr unterschiedliche Bandbreite an Themen serviert. Da wären die Intrigen, das Machtinteresse rund um die Wolkenstadt, aber auch eine Vielzahl menschlicher Gefühle, die hier gut Raum finden und nachvollziehbar wirken. Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die mit Sieh und Naha als Gegenpole toll besetzt ist. Besonders Naha erweist sich als eine faszinierende Figur, da er den düsteren, unerreichbaren Mann gemimt hat, ohne ins Klischee abzurutschen. Er ist einer der drei Götter, die zu Anbeginn von Yeines Welt gelebt haben und steht im ständigen Konflikt mit Itempas und Enafa. Ja, hier entfaltet sich ein weiterer Punkt, an dem der Roman überzeugt: Ein tolles Konzept über die Götter und ihre Rolle zu den Menschen der Königreiche. Mittlerweile ist Nahadoth allerdings mehr ein Sklave des Menschen, der ihm eine Form verpasst. Yeine kommt selbst in diese Position und kann über Naha gebieten und spürt, welche Mächte in ihm ruhen. Eine unberechenbare Figur, die in perfekter Ergänzung mit dem oft naiven Sieh stand.

Als problematisch erweisen sich Erzählperspektive und –stil. Yeine erzählt vom Geschehen aus ihrer Perspektive und geht dabei so vor, wie Menschen denken: Zusammenhangslos springt sie von einer Szene zur anderen und lässt Gedankenblitzen freien Lauf, auch wenn diese gerade nicht zur Situation passen. Als Leser und Leserin wird man dadurch immer wieder aus dem Lesefluss geworfen. Die Umschreibung der Figuren allerdings gelingt der Autorin dafür umso besser: Egal ob Yeine, Sieh, Naha oder die anderen – keine einzige Figur lässt sich jemals ganz einer Seite, Gut oder Böse, zuordnen. Das sorgt, obwohl es keine actionreichen Szenen gibt und auch sonst insgesamt wenig passiert, für viel Spannung und Zündstoff. Yeine wird vor allem von Rache geleitet und will herausfinden, wer ihre Mutter auf dem Gewissen hat. Bei ihrer Suche deckt sie allerdings ein Geheimnis auf, das besser verschwiegen worden wäre. Mit jeder Seite wird der Roman fesselnder und lässt sich auf der Mitte kaum mehr aus der Hand legen.

Im Großen und Ganzen passiert nicht wirklich viel, Fans von actionreicher Literatur werden enttäuscht sein. Wer aber gut gezeichnete Figuren in einem interessanten Beziehungsgeflecht sucht, dem sei »Die Erbin der Welt« wärmstens ans Herz gelegt. Fortgesetzt wird die Trilogie voraussichtlich im November 2010 mit »Die Gefährtin des Lichts«.

N.K. Jemisin: Die Erbin der Welt.
Blanvalet, Juni 2010.
448 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Janine Gimbel

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