Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Cecelia Ahern: Ich schreib dir morgen wieder
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die 16-jährige Tamara ist – man kann es nicht anders sagen – eine verwöhnte Göre aus reichem Elternhaus. Sie findet aber zurück auf den Boden der Tatsachen, als ihr Vater plötzlich verstirbt und sie mit der Mutter Jennifer und einem Schuldenberg zurücklässt. Die beiden Frauen ziehen aufs Land zu Jennifers Bruder Arthur und seiner Frau Rosaleen. Tamara allerdings fühlt sich überhaupt nicht wohl so fernab der Zivilisation in einer Hütte, die aus dem Märchen Hänsel und Gretel stammen könnte. Erst der Besuch einer mobilen Bücherrei in einem Bus hellt ihren tristen Alltag auf. So gelangt sie in den Besitz eines besonderen Buches, auf den ersten Blick mit leeren Seiten versehen, das ihr letztlich die Zukunft voraussagt und immer schon den Tagebucheintrag des nächsten Tages parat hat. Tamara nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand.

Anders als bei den übrigen Romanen von Cecelia Ahern lernt man hier eine junge Protagonistin kennen. Noch dazu ist sie alles andere als nett. Tamara ist biestig, stößt ihre Mitmenschen immer wieder vor den Kopf und interessiert sich vor allem für ihre eigenen Belange. Bei Rosaleen und Arthur fühlt sie sich eingesperrt und kann die Nähe zur Mutter kaum ertragen. Im Mittelpunkt steht gar nicht so sehr das Tagebuch, sondern vielmehr die Beziehung zur Mutter. Tamara spürt mit der Zeit, dass auch für Jennifer der Ausflug aufs Land alles andere als gut ist und sie sehr unter ihrer Schwägerin Rosaleen zu leiden hat. Mutter und Tochter haben einen Verlust erlitten, thematisieren diesen aber nicht. Problematisch wird dieser Mittelpunkt des Romans vor allem, weil Jennifer im ganzen Roman kaum Redebeiträge hat und vielmehr in einem Dämmerzustand die paar Tage der Erzählung hinter sich bringt. So erhält man, allein schon durch die Perspektive, vor allem Tamaras Gedanken zum Geschehen.

An andere Romane der Autorin reicht »Ich schreib dir morgen wieder« nicht heran. Es mangelt an sympathischen Figuren, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, und auch an Gefühlen. Diese werden nach weit ausholendem Anfang und erst allmählichem Beginn der eigentlichen Geschichte nur selten deutlich. Tamara kann zudem über das Buch die Zukunft kontrollieren, kann verändern, was geschrieben steht. Darauf wird nur sehr wenig eingegangen, am Ende werden sogar Nebenhandlungen eher leichtfertig und rasch beendet.

Ein wenig überzeugender Roman über eine besondere Mutter-Tochter-Beziehung. Cecelia Ahern kann mit »Ich schreib dir morgen wieder« nicht an frühere Erfolge anknüpfen.

Cecelia Ahern: Ich schreib dir morgen wieder.
Krüger Verlag, Mai 2010.
352 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Janine Gimbel

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