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Gonzalo Giner: Der Heiler der Pferde
Jetzt bestellen bei amazon.de! Kastilien, 1195: Als die Familie des 14-jährigen Diego in Gefahr gerät, trifft er in nur einem Moment eine folgenschwere Entscheidung. Sein Vater und eine Schwester sterben, die übrigen beiden Schwestern geraten in unerreichbare Gefangenschaft. Diego zieht mit seiner Araberstute Sabba aus mit dem Schwur, zumindest seine noch lebenden Schwestern zu retten. Das Pferd verliert er allerdings schon auf dem Weg und trifft es wenig später im Stall eines Pferdeheilers wieder. Galib, der Heiler, bietet ihm einen Handel an: Diego soll für ihn arbeiten und sich so Sabba zurückverdienen. Der junge Mann willigt ein und lernt so die Kunst des Pferdeheilens. Die Herrin des Hauses, Benazir, zieht allerdings immer wieder seine Blicke auf sich … und ein weiteres Mal soll Diego Fehler begehen.

Was erwartet man von einem Roman, der von einem Tierarzt geschrieben wurde und »Der Heiler der Pferde« heißt? Genau, möglichst detaillierte Beschreibungen des Veterinärberufes und spürbare Faszination für Pferde. Gonzalo Giners Roman sorgt allerdings für alles andere, nur nicht das. Vielmehr hält er sich mit politischen Schachzügen und wenig lebendigen Figuren auf. Keinem seiner Protagonisten gibt er etwas Lebhaftes, Glaubhaftes mit auf den Weg. Am Wichtigsten ist natürlich Diego, der sich für das Schicksal seiner noch lebenden Schwestern einsetzen will und dabei beim Pferdeheiler Galib in die Lehre geht. Nur an Nebenschauplätze finden immer mal wieder andere Figuren, etwa besagte Schwestern, Raum. Leider reißt diese tröpfchenweise Erzählung eher aus dem Lesezusammenhang als dass sie der Sache wirklich dienlich wäre.

Immer wieder ist von Gefühlen die Rede, spürbar werden sie in den Zeilen allerdings nicht. Die Geschichte wird eher kalt erzählt, es fehlt das gewisse Etwas, das die Leserschaft mitreißen könnte. So wird zum Beispiel von den Lehrjahren Diegos erzählt und dabei werden zwei Frauen vorgestellt, Benazir und die junge Fatima. Beide sollen angeblich in Diego verliebt gewesen sein, davon merkt man als Beobachter allerdings nicht. Die Figuren handeln nicht nach dem, was sie bewegen soll. Auch verwundert Diegos weitgehende Tatenlosigkeit. Wollte er nicht ursprünglich die Schwestern retten?

Während Giner nicht vor dem Sichtbarmachen von Grausamkeiten scheut und sich eher in Kriegsbeschreibungen verliert, überzeugt er zumindest in der Behandlung der Glaubenskonflikte im Kastilien und Umgebung.

Kein empfehlenswerter historischer Roman. Titel, Profession und Absicht des Autors wecken falsche Erwartungshaltungen auf ein Buch, das Geschichte wenig lebendig darstellt.

Gonzalo Giner: Der Heiler der Pferde.
Blanvalet, April 2010.
672 Seiten, Gebundene Ausgabe, 21,95 Euro.

Janine Gimbel

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