Wellensang
Wellensang
Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » Der Heiler der Pferde IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Gonzalo Giner: Der Heiler der Pferde
Jetzt bestellen bei amazon.de! Kastilien, 1195: Als die Familie des 14-j├Ąhrigen Diego in Gefahr ger├Ąt, trifft er in nur einem Moment eine folgenschwere Entscheidung. Sein Vater und eine Schwester sterben, die ├╝brigen beiden Schwestern geraten in unerreichbare Gefangenschaft. Diego zieht mit seiner Araberstute Sabba aus mit dem Schwur, zumindest seine noch lebenden Schwestern zu retten. Das Pferd verliert er allerdings schon auf dem Weg und trifft es wenig sp├Ąter im Stall eines Pferdeheilers wieder. Galib, der Heiler, bietet ihm einen Handel an: Diego soll f├╝r ihn arbeiten und sich so Sabba zur├╝ckverdienen. Der junge Mann willigt ein und lernt so die Kunst des Pferdeheilens. Die Herrin des Hauses, Benazir, zieht allerdings immer wieder seine Blicke auf sich ÔÇŽ und ein weiteres Mal soll Diego Fehler begehen.

Was erwartet man von einem Roman, der von einem Tierarzt geschrieben wurde und ┬╗Der Heiler der Pferde┬ź hei├čt? Genau, m├Âglichst detaillierte Beschreibungen des Veterin├Ąrberufes und sp├╝rbare Faszination f├╝r Pferde. Gonzalo Giners Roman sorgt allerdings f├╝r alles andere, nur nicht das. Vielmehr h├Ąlt er sich mit politischen Schachz├╝gen und wenig lebendigen Figuren auf. Keinem seiner Protagonisten gibt er etwas Lebhaftes, Glaubhaftes mit auf den Weg. Am Wichtigsten ist nat├╝rlich Diego, der sich f├╝r das Schicksal seiner noch lebenden Schwestern einsetzen will und dabei beim Pferdeheiler Galib in die Lehre geht. Nur an Nebenschaupl├Ątze finden immer mal wieder andere Figuren, etwa besagte Schwestern, Raum. Leider rei├čt diese tr├Âpfchenweise Erz├Ąhlung eher aus dem Lesezusammenhang als dass sie der Sache wirklich dienlich w├Ąre.

Immer wieder ist von Gef├╝hlen die Rede, sp├╝rbar werden sie in den Zeilen allerdings nicht. Die Geschichte wird eher kalt erz├Ąhlt, es fehlt das gewisse Etwas, das die Leserschaft mitrei├čen k├Ânnte. So wird zum Beispiel von den Lehrjahren Diegos erz├Ąhlt und dabei werden zwei Frauen vorgestellt, Benazir und die junge Fatima. Beide sollen angeblich in Diego verliebt gewesen sein, davon merkt man als Beobachter allerdings nicht. Die Figuren handeln nicht nach dem, was sie bewegen soll. Auch verwundert Diegos weitgehende Tatenlosigkeit. Wollte er nicht urspr├╝nglich die Schwestern retten?

W├Ąhrend Giner nicht vor dem Sichtbarmachen von Grausamkeiten scheut und sich eher in Kriegsbeschreibungen verliert, ├╝berzeugt er zumindest in der Behandlung der Glaubenskonflikte im Kastilien und Umgebung.

Kein empfehlenswerter historischer Roman. Titel, Profession und Absicht des Autors wecken falsche Erwartungshaltungen auf ein Buch, das Geschichte wenig lebendig darstellt.

Gonzalo Giner: Der Heiler der Pferde.
Blanvalet, April 2010.
672 Seiten, Gebundene Ausgabe, 21,95 Euro.

Janine Gimbel

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch Der Heiler der Pferde von Gonzalo Giner jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2022 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.