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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Matthew Sharpe: Eine amerikanische Familie
Jetzt bestellen bei amazon.de! Matthew Sharpe, 1962 in New York City geboren, veröffentlichte einen Band mit Kurzgeschichten, „Stories from the Tube“ (1998), und den Roman „Nothing Is Terrible“ (2000). Er lehrt Kreatives Schreiben an der Columbia University, am Bard College und an New Yorker Schulen. Mit „Eine amerikanische Familie“ erscheint erstmals eines seiner Bücher auf deutsch. Time Warner arbeitet an der Verfilmung des Romans.

Der Titel des Romans, dessen Originalversion „The Sleeping Father“ weitaus mehr verheißt als die deutsche Übersetzung, verweist auf ein Genre, dass in der zeitgenössischen amerikanischen Literatur überaus beliebt ist: den Familienroman. Doch um die schöne heile Familienwelt geht es dabei schon lange nicht mehr. Spätestens seit Jonathan Franzens „Korrekturen“ wird uns der ganz normale amerikanische Wahnsinn vor Augen geführt.
So auch bei Matthew Sharpe. Wir sehen eine Familie, die kurz vor dem Zusammenbruch steht und die nur noch durch einige dünne, leicht zerreißbare Fäden miteinander verknüpft ist: Bernhard Schwartz, der beim Apotheker versehentlich statt der verordneten Serotoninhemmer ein alkoholisches Antidepressivum ausgehändigt bekommt, einen Schlaganfall erleidet, ins Koma fällt, um dann auf dem geistigen Niveau eines Vierjährigen daraus zu erwachen. Sein Sohn Chris, der eigentliche Mittelpunkt der Geschichte, ein ewiger Klugscheißer, der bereits mit 16 alle möglichen Drogen konsumiert hat. Seine Tochter Cathy, die zur eifrigen Katholikin mutiert ist, was sie aber nicht davon abhält, mit Chris’ bestem Freund Frank zu schlafen und schwanger zu werden. Lila, Bernhards Ex-Frau, die ein Verhältnis mit dem Vater der Ärztin ihres Ex-Mannes anfängt.
Dies alles bietet Stoff für eine turbulente Geschichte, die trotz ihrer Tragik viele komische Elemente (auch Slapstick) enthält. Schade nur, dass der Erzähler selber seinen Figuren keine wirkliche Sympathie entgegenzubringen scheint. So wird eine Distanz zwischen Figuren und Leser aufgebaut, so dass einem das Schicksal der Figuren weitestgehend egal bleibt.

Matthew Sharpe: Eine amerikanische Familie.
Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin, Oktober 2006.
336 Seiten, Taschenbuch.

Nadine Roggow

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